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Nach Beschneidungsgesetz : Zentralrat will Ausbildung von jüdischen Beschneidern verbessern

16.12.2012 15:02 Uhr
Am 07. Mai 2012 fällte das Landgericht in Köln ein folgenschweres Urteil: Es wertete die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung. Der ausführende Arzt wurde zwar nicht verurteilt. Unter Juden und Muslimen herrscht seither aber Unsicherheit. Wer Beschneidungen durchführt macht sich nämlich dem Urteil zufolge im Prinzip strafbar. Es entspann sich eine Debatte über die Grenzen der Religionsfreiheit.Bilder
Am 07. Mai 2012 fällte das Landgericht in Köln ein folgenschweres Urteil: Es wertete die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung. Der ausführende Arzt wurde... - Foto: dpa

Beschneidungen sind in Deutschland auch in Zukunft erlaubt. Das hatten Bundestag und Bundesrat vor wenigen Tagen beschlossen. Nun kündigt der Zentralrat der Juden an, ihre Beschneider künftig noch besser ausbilden zu wollen.

Nach der Verabschiedung des Beschneidungsgesetzes bietet der Zentralrat der Juden von Januar an eine zertifizierte Zusatzausbildung für jüdische Beschneider an. Sie würden speziell geschult, um Eltern rechtlich aufklären und eine Beschneidung nach den Regeln der ärztlichen Kunst vornehmen zu können. Das sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Regelung gelte zunächst für neue Mohalim; schon ausgebildete Beschneider erhielten Aufbaukurse.

Der Zentralrat erstelle außerdem eine Positivliste von Ausbildungsinstitutionen für Mohalim, kündigte Kramer an.

Nur wer dort ausgebildet sei, dürfe künftig in Deutschland noch praktizieren. „Wir werden da sehr genau hinsehen und nicht jedes x-beliebige Seminar anerkennen“, sagte er.

Damit will der Zentralrat dem Gesetz zur Beschneidung von Jungen genüge tun, das Bundestag und Bundesrat vor wenigen Tagen verabschiedet haben. Es sieht vor, dass Jungen im Alter bis sechs Monaten auch von Nicht-Ärzten beschnitten werden dürfen, sofern diese nach den Regeln ärztlicher Kunst verfahren. (dpa)


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