• Nach Brand in Flüchtlingsheim: Jäger: Mutmaßliche Täter in Düsseldorf bereits aggressiv aufgefallen

Nach Brand in Flüchtlingsheim : Jäger: Mutmaßliche Täter in Düsseldorf bereits aggressiv aufgefallen

Sie sollen den Brand in der Flüchtlingsunterkunft gelegt haben - offenbar hatten sich die beiden Nordafrikaner bereits zuvor aggressiv gezeigt.

Nach dem Brand ist die als Flüchtlingsunterkunft genutzte Halle einsturzgefährdet und muss abgerissen werden.
Nach dem Brand ist die als Flüchtlingsunterkunft genutzte Halle einsturzgefährdet und muss abgerissen werden.Foto: dpa

Das Motiv für die offenbar von Bewohnern begangene Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf sind nach den Worten des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD) noch nicht abschließend geklärt. Die beiden nordafrikanischen Verdächtigen seien in der Vergangenheit "mit einer gewissen Aggressivität und Streitpotenzial" aufgefallen, sagte Jäger am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Das genaue Motiv für die Tat müssten die weiteren Ermittlungen ergeben.

Die beiden 26 Jahre alten Tatverdächtigen sitzen seit Mittwoch in Untersuchungshaft, wie ein Polizeisprecher mitteilte. In der bei dem Brand am Dienstag völlig zerstörten Halle, in der 282 männliche Flüchtlinge untergebracht waren, soll es in der Vergangenheit wiederholt zu Streitigkeiten gekommen sein - Zeugenaussagen zufolge zuletzt unter anderem wegen des ausgegebenen Essens nach Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan.

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24 Verletzte bei Großbrand in Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft
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Jäger verwies darauf, dass ein kleiner Teil von Flüchtlingen - insbesondere allein reisende Männer aus Nordafrika - "wirkliche Probleme" darstellten. Es handle sich um eine "kleine Minderheit" unter den Flüchtlingen, die "große Probleme" bereite. Es gebe "extreme Schwierigkeiten", diese Menschen in ihre Herkunftsländer abzuschieben. Die entsprechenden Staaten seien "völlig unkooperativ" bei deren Rücknahme. Mit Blick auf die mutmaßliche Brandstiftung in der 6000 Quadratmeter großen Düsseldorfer Halle betonte Jäger, eine derartige Eskalation von "zwischenmenschlichen Streitigkeiten" sei "nicht hinnehmbar".

Nach dem Brand bat derweil die Düsseldorfer Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch für Donnerstag Mitarbeiter der Stadt, des Deutschen Roten Kreuzes und des in der Halle eingesetzte Sicherheitsdiensts zu einem Gespräch. Dabei solle den "eingegangenen Hinweisen" nachgegangen werden, teilte die Stadt mit. Bei dem Feuer am Dienstagmittag war nach Schätzungen der Feuerwehr ein Schaden von rund zehn Millionen Euro entstanden. (AFP)

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