Politik : Nach den Terroranschlägen: USA verbieten Sprühflüge über Felder

Die Terroristen, die vor zwei Wochen das World Trade Center ganz und das Pentagon teilweise in Schutt und Asche legten, haben sich in Florida für Flugzeuge interessiert, die Chemikalien versprühen können. Aus Furcht vor einem Terroranschlag mit chemischen Waffen waren sämtliche Flüge mit derartigen Maschinen am 16. September gestoppt worden. Auch am Sonntag wurden in den USA landwirtschaftliche Flüge ausgesetzt, bei denen die Felder aus der Luft mit Pflanzenschutzmitteln besprüht werden.

Ein Flughafen-Mitarbeiter in Belle Glade identifizierte Mohamed Atta, einen der Attentäter, der zuvor in Hamburg lebte, als einen der Besucher, berichtete die "Washington Post" am Montag. Nach Angaben der Zeitschrift "Time" war bei einer Hausdurchsuchung in Minnesota bei einem mutmaßlichen Terroristen-Helfer eine Anleitung für den Einsatz solcher Flugzeuge gefunden worden.

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Osama bin Laden: Amerikas Staatsfeind Nummer 1 gilt als der Hauptverdächtige
Chronologie: Die Anschlagserie gegen die USA Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen nahm das FBI im US-Bundesstaat Texas drei weitere Personen fest. Das FBI verfolgt auch die Spuren von zahlreichen Verdächtigen in Ostafrika. Wie die Wochenzeitung "East African" am Montag berichtete, stehen 60 Personen arabischer Herkunft in Tansania im Verdacht, mit dem Top-Terroristen Osama bin Laden zusammenzuarbeiten. Die USA wollen sämtliche Vermögenswerte von terroristischen Gruppen und ihren Helfern einfrieren. Betroffen sind 27 Personen, Organisationen und Firmen.

Pakistan zog am Montag sein gesamtes Botschaftspersonal aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ab. Pakistan habe alle Diplomaten und Angestellten aus Sicherheitsgründen vorübergehend abgezogen, sagte der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Raiz Mohammad Khan, in Islamabad. Ob Pakistan auch die diplomatischen Beziehungen zu seinem Nachbarland abbrechen werde, sagte er nicht. Pakistan ist neben Saudi-Arabien das einzige Land weltweit, das die radikal-islamische Taliban-Regierung in Afghanistan anerkennt. Pakistan hat den USA Unterstützung im Falle eines Militärschlages gegen Afghanistan zugesagt.

Die Taliban-Miliz besetzte die Büros der Vereinten Nationen in der Stadt Kandahar. Zudem schnitten sie die in Afghanistan verbliebenen UN-Mitarbeiter von jeder Kommunikation nach außen ab, sagte eine UN-Sprecherin am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Jeder Kontakt mit dem Ausland bringt die Mitarbeiter in Lebensgefahr", sagte die Sprecherin weiter.

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