Politik : Nach der Flut neun Millionen Euro für die Insel

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Sri Lanka ist etwa so groß wie Bayern und hatte vor der Flut 19 Millionen Einwohner. Fast 40000 wurden getötet, allein im Norden starben 20000 Fischer. Bis zu eine Million Menschen sind obdachlos. 90000 Häuser und 15000 Boote wurden zerstört.

SO WIRD GEHOLFEN

Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) ist seit den 60er Jahren auf der Insel aktiv. Seit 1994 kooperiert sie mit der einheimischen Organisation Sewalanka, etwa bei der Wiederansiedlung von Bürgerkriegsflüchtlingen. Beide Organisationen sind neutral, werden von Tamilen und Regierung akzeptiert. Sewalanka hatte vor der Flut 300 Mitarbeiter, jetzt sind es 600. Im Tsunami-Büro im Tamilengebiet arbeiten drei Mitarbeiter der DWHH zusammen mit fünfzig Mitarbeitern von Sewalanka. Alle Projekte der DWHH haben einen Umfang von 9,3 Millionen Euro. 14 Übergangsdörfer sind geplant. Im Tamilengebiet („Wanni“), zu dem Mullaitivu gehört, sind 1750 Hütten fertig, 250 in Bau. In Trincomalee auf Regierungsgebiet sind 700 errichtet und 300 geplant.

DIE POLITISCHE LAGE

Das höchste Gericht Sri Lankas hat ein Abkommen zwischen Regierung und Tamilen-Rebellen über die Verteilung der Tsunami-Gelder vorübergehend ausgesetzt: Die Übereinkunft sei im Grundsatz rechtmäßig, in Klauseln nicht zulässig. Die Arbeit der DWHH ist aber nicht gefährdet – sie arbeitet fast ausschließlich mit privaten Spenden. kög

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