Nach der Waffenruhe im Jemen : Militärallianz bombadiert Stadtteile von Sanaa

Nach der am Sonntagabend beendeten fünftägigen Waffenruhe fliegt die Militärallianz wieder Angriffe gegen die Huhti-Rebellen im Jemen. In der Nacht zum Dienstag bombadierte sie Teile der Hauptstadt Sanaa.

Eine Frau und ein Kind betrachten ein Auto, das bei den Luftangriffen der Militärallianz auf Sanaa zerstört worden ist.
Eine Frau und ein Kind betrachten ein Auto, das bei den Luftangriffen der Militärallianz auf Sanaa zerstört worden ist.Foto: AFP

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz hat im Kampf gegen die Aufständischen im Jemen Augenzeugen zufolge auch die Hauptstadt Sanaa wieder ins Visier genommen. In der Nacht zum Dienstag seien Kämpfer des ehemaligen Präsidenten Ali Abdullah Saleh im Osten und Süden der Stadt aus der Luft bombardiert worden, sagten Bewohner. Es sind die ersten Angriffe auf Sanaa, seit eine fünftägige Waffenruhe am Sonntagabend zu Ende ging. Aus dem Umfeld der mit den Saleh-Truppen verbündeten Huthi-Miliz verlautete, die Rebellen hätten am späten Montagabend mehrere Gebiete im Süden Saudi-Arabiens beschossen und sich Kämpfe mit saudiarabischen Truppen im Grenzgebiet geliefert. Die Angaben ließen sich unabhängig zunächst nicht überprüfen.
Die Militärallianz hatte bereits unmittelbar nach Ablauf der Waffenruhe die Angriffe im Jemen wieder aufgenommen.

Ziele waren der Norden und Süden des Landes. Der Außenminister der ins Exil geflohenen jemenitischen Regierung begründete dies mit Verstößen der Huthis gegen die Feuerpause. Die Vereinten Nationen forderten eine Verlängerung der Waffenruhe, um weitere Hilfsgüter für die Zivilbevölkerung ins Land liefern zu können.
Die sunnitische Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens greift seit dem 26. März die schiitischen Huthis im Jemen an. Ziel ist die Wiedereinsetzung des nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi.
Saudi-Arabien sieht im Vormarsch der Rebellen den Versuch des Erzrivalen Iran, in der Region an Macht zu gewinnen. Der Iran weist die Vorwürfe zurück, er unterstütze die Huthis militärisch. (rtr)

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