• Nach Ermordung eines jordanischen Piloten: Jordanien fliegt Luftangriffe gegen IS in Syrien

Nach Ermordung eines jordanischen Piloten : Jordanien fliegt Luftangriffe gegen IS in Syrien

Die jordanische Luftwaffe hat schwere Luftangriffe gegen Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien geflogen. Nach der Ermordung eines jordanischen Piloten hatte König Abdullah II einen "gnadenlosen Krieg" gegen die Extremisten angekündigt.

Ein Kampfjet der jordanischen Luftwaffe.
Ein Kampfjet der jordanischen Luftwaffe.Foto: dpa

Nach der Ermordung eines ihrer Piloten hat Jordaniens Luftwaffe neue Einsätze gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien geflogen. Kampfflugzeuge griffen Medienberichten zufolge Ziele der Extremisten in der nördlichen Provinz Al-Rakka an.

Das Militär erklärte am Donnerstag, dutzende Kampfflugzeuge hätten Angriffe gestartet und "alle Ziele" seien zerstört worden. Demnach wurden Ausbildungslager sowie Waffen- und Munitionslager der Dschihadisten getroffen. Die Kampfjets seien unbeschädigt von den Einsätzen zurückgekehrt, hieß es. Sicherheitsunterstützung und Hilfe bei der Überwachung erhielten die Jordanier nach Angaben aus Washington von US-Jets. „Dies ist erst der Anfang. [...]Ihr werdet für jedes Haar vom Körper unseres Helden den Preis zahlen“, hieß es in der Mitteilung des jordanischen Militärs weiter. Die Extremisten hatten den jordanischen Piloten Muas al-Kasasba bei lebendigem Leib verbrannt und dazu ein Video veröffentlicht.

Jordaniens König Abdullah II. kündigte nach der grausamen Tat einen „gnadenlosen Krieg“ gegen die Extremisten an. Der Monarch kondolierte am Donnerstag der Familie des Piloten in dessen Heimatstadt Karak. Dem Staatsfernsehen zufolge überflogen die Kampfflugzeuge bei der Rückkehr vom Einsatz in Syrien den Ort.

Jordaniens Außenminister Nasser Dschudeh sagte dem US-Sender CNN, die jüngsten Luftangriffe markierten den Beginn der Rache seines Landes. Jordanien werde seine Anstrengungen im Kampf gegen die Miliz verstärken. „Wir werden ihnen nachstellen, wo auch immer sie sind, mit allem, was wir haben“, sagte Dschudeh. Die jordanische Armee erklärte, ihre Einsätze so lange fortzusetzen, bis der IS "ausgerottet" sei. Jordanien gehört zu den arabischen Staaten, die den IS im Nachbarland unter US-Führung aus der Luft angreifen. (dpa)

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