Politik : Nach Flugzeug-Kollision: Fliegendes Auge

Das Spionageflugzeug der US-Marine, das am Sonntag nach der Kollision mit einem chinesischen Kampfjet auf der Insel Hainan notlandete, befand sich auf einem Routineeinsatz. Es sollte die chinesischen Militäraktivitäten in diesem Gebiet überwachen. Die "World Watcher" war von der US-Militärbasis auf der japanischen Insel Okinawa gestartet.

Die EP-3E Aries II ist ein viermotoriges Propellerflugzeug ohne eigene Bewaffnung. Es kann mit einer Geschwindigkeit von 652 Kilometer pro Stunde fliegen. Die Maschine hat ungefähr die Größe einer Boeing 737. An Bord befinden sich mindestens 22 hoch qualifizierte Techniker. Die Ausstattung der Maschine ist auf dem neuesten Stand der Technik und daher für China von großem Interesse. Für den Fall, dass das Flugzeug in die Hände des Feindes fällt, ist die Besatzung darauf trainiert, die hochmoderne Bordausstattung und militärisch sensible Informationen zu zerstören.

Die Aufgabe der Mannschaft besteht darin, Radarsignale und andere elektronische Kommunikationssignale zu sammeln. Mit diesen Informationen sollen die US-Truppen unterstützt werden, die in der Region stationiert sind.

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