Nach gescheitertem ersten Wahlgang : Bouffier zum hessischen Ministerpräsidenten gewählt

Der CDU-Politiker Volker Bouffier ist erneut zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt worden. Geklappt hat es allerdings erst beim zweiten Versuch. Beim ersten Durchgang scheiterte er an "Max Mustermann", der anstatt seines Namens auf einigen Stimmzetteln auftauchte.

Christoph Schmidt Lunau
Tarek Al-Wazir von den Grünen (links) und CDU-Politiker Volker Bouffier (rechts) begrüßen sich vor dem ersten Wahldurchgang.
Tarek Al-Wazir von den Grünen (links) und CDU-Politiker Volker Bouffier (rechts) begrüßen sich vor dem ersten Wahldurchgang.Foto: reuters

Der CDU-Landesvorsitzende ist ein weiteres Mal zum Ministerpräsidenten worden. Der 62-Jährige erhielt am Samstag im Landtag von Wiesbaden 62 Ja-Stimmen der 109 anwesenden Abgeordneten.

Durch eine Panne hatte sich der Start der ersten schwarz-grünen Landesregierung in Hessen zunächst verzögert. Der erste Versuch den hessischen CDU-Landesvorsitzenden Volker Bouffier erneut zum hessischen Ministerpräsidenten zu wählen, scheiterte. Im ersten Wahlgang waren an die Abgeordneten des Landtags nicht nur Stimmzettel mit dem Namen des alten und voraussichtlich künftigen Ministerpräsidenten ausgegeben worden.

Auf einigen Stimmzettel war stattdessen der Name „Max Mustermann“ aufgedruckt gewesen. Landtagspräsident Norbert Kartmann, CDU, musste deshalb zerknirscht feststellen, dass der erste Wahlgang ungültig war. Ungläubiges Kopfschütteln sah man bei den Strategen der neuen Regierungskoalition, als sie die Botschaft von der verpatzten Wahl erreichte.

Beobachter hatten die Unruhe unter den Koalitionären zunächst falsch gewertet. Sie hatten angenommen, Volker Bouffier habe möglicherweise nicht alle 61 Stimmen der Regierungskoalition auf sich vereinigen können. Die Landtagsverwaltung stand nach dieser Panne erkennbar unter einem schweren Schock. Ein früherer Minister auf der Tribüne nahm die Verwaltung dagegen in Schutz: „Es ist genauso beschämend, wenn es Abgeordneten nicht auffällt, wenn auf ihrem Stimmzettel ein falscher Name steht“, sagte er dem "Tagesspiegel". (mit dpa)

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