Nach Hygiene-Tipps : Beck hat Jobangebote für Henrico F.

Gewaschen und rasiert ist er, jetzt darf er auch in die Mainzer Staatskanzlei: Ministerpräsident Kurt Beck will dem arbeitslosen Henrico Frank Arbeitsangebote mehrerer Unternehmen übermitteln.

Mainz - Die Firmen hätten sich spontan bereit erklärt, den gelernten Baufacharbeiter einzustellen, teilte die Staatskanzlei in Mainz mit. Beck wies zugleich Kritik an seinen Bemerkungen zum Äußeren des 37 Jahre alten "Hartz IV"-Empfängers zurück. "Die Leute, die sich darüber aufregen, ich weiß nicht, in welcher Welt die leben", sagte der SPD-Chef.

Er habe dem Mann eine Chance zugesagt, wenn er sein Aussehen ändere, und diese Chance bekomme er nun. Dabei wolle er den 37-Jährigen auch moralisch stützen, damit er seine künftige Arbeit dann auch behalte. "So einfach wird's nicht sein, ich bin da kein Illusionist", fügte Beck hinzu.

Beck bot seine Hilfe an

Beck und der Arbeitslose waren am Dienstagabend auf Wiesbadener Weihnachtsmarkt kurz aufeinander getroffen. Der 37-Jährige hatte die Gelegenheit genutzt, um den SPD-Chef lautstark auf seine Arbeitslosigkeit hinzuweisen und ihm ironisch für "Hartz IV" zu danken. Beck reagierte mit dem Ratschlag: "Wenn sie sich waschen und rasieren, haben sie in drei Wochen einen Job."

Beck bot dem Mann darüber hinaus an, ihm bei der Jobsuche behilflich zu sein. Daraufhin ging Henrico Frank am Mittwoch zum Friseur und präsentierte sich anschließend frisch frisiert und rasiert der Presse, um dieses Angebot einzufordern. (tso/ddp)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben