Nach mehr als zwei Jahren Haft : Iran lässt inhaftierte Amerikaner frei

Fast 26 Monate saßen sie im Iran im Gefängnis. Jetzt sind Shane Bauer und Josh Fattal gegen Kaution auf freiem Fuß. Ein Gericht in Teheran hatte die beiden US-Bürger wegen illegalen Grenzübertritts und Spionage verurteilt.

Shane Bauer (li.) und Josh Fatta während ihres Gerichtsprozesses in Teheran.
Shane Bauer (li.) und Josh Fatta während ihres Gerichtsprozesses in Teheran.Foto: Reuters

Zwei im Iran wegen Spionage verurteilte US-Bürger sind nach mehr als zwei Jahren freigelassen worden. Ihr Anwalt Massud Schafei holte die beiden Männer am Mittwoch aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis im Norden Teherans ab, nachdem die iranische Justiz einer Kaution von insgesamt einer Million US-Dollar (etwa 732 000 Euro) zugestimmt hatte. Die Freilassung erfolgte einen Tag vor einer geplanten Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor der UN-Generalversammlung in New York.

Shane Bauer und Josh Fattal wurden von Diplomaten der Botschaften der Schweiz und des Sultanats Oman empfangen. In mehreren Autos verließen sie das Gefängnis. Seit die USA und der Iran keine diplomatischen Beziehungen mehr unterhalten, vertritt die Schweiz die US-Interessen in Iran.
Zunächst wurden Bauer und Fattal nach Oman geflogen werden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie sie auf dem Flughafen der Hauptstadt Maskat am späten Mittwochabend noch auf dem Rollfeld von Angehörigen empfangen wurden.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich in einer Mitteilung zufrieden über die Freilassung der US-Bürger. Es sei gut, dass ihre Familien sie nun wieder in die Arme schließen könnten. Er dankte Oman, dem Irak und der Schweiz für ihre Unterstützung in den vergangenen beiden Jahren, die zu der Freilassung geführt habe.
Die beiden US-Bürger waren von einem Teheraner Gericht wegen illegalen Grenzübertritts und Spionage zu jeweils acht Jahren Haft verurteilt worden. Sie waren im Juli 2009 mit einer Begleiterin festgenommen worden, nachdem das Trio die Grenze des irakischen Kurdengebietes zum Iran überquert hatte. Die Frau war bereits im vergangenen Jahr freigelassen worden. (dpa)

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