• Nach Waffenruhe der Taliban: Pakistans Regierung verkündet Stopp der Luftangriffe auf Taliban
Update

Nach Waffenruhe der Taliban : Pakistans Regierung verkündet Stopp der Luftangriffe auf Taliban

Die pakistanischen Taliban wollen mit der Regierung wieder über Frieden reden. Nachdem sie eine Waffenruhe verkündet haben, ordnet die Regierung in Islamabad die Einstellung der Luftangriffe an.

Zeichen der Hoffnung in Pakistan: Die Regierung in Islamabad hat am Sonntag die Einstellung der Luftangriffe auf die radikalislamischen Taliban verkündet. Sie reagierte damit auf die Ankündigung der Taliban, ihrerseits eine einmonatige Waffenruhe einzulegen, um den Weg für Friedensgespräche freizumachen. Innenminister Nisar Ali Khan begrüßte diesen Schritt, betonte aber, im Fall neuer Gewalt werde man sofort reagieren.

Zuvor hatte neue Gewalt das Land erschüttert. Einen Tag nachdem bei Anschlägen auf Impfhelfer mindestens elf Polizisten getötet wurden, tötete die Armee am Sonntag in den Stammesgebieten im Nordwesten des Landes fünf Extremisten. Das Militär habe dabei Kampfhubschrauber eingesetzt und in der Region Bara auch ein Versteck eines Anführers attackiert, sagte ein Beamter am Sonntag in der Hauptstadt Islamabad.

Pakistans Premierminister Nawaz Sharif hatte im Januar angekündigt, das Blutvergießen in seinem Land durch Gespräche beenden zu wollen. Der Friedensprozess wurde aber nach einer Serie von Anschlägen der Taliban gestoppt.

Am Samstag kamen bei Anschlägen und Gefechten zwischen pakistanischen Regierungstruppen und Extremisten fast 20 Menschen ums Leben. Wie mehrfach in der Vergangenheit wurde auch wieder ein Polio-Impftrupp angegriffen.

Radikale Islamisten haben in der Vergangenheit immer wieder Impfhelfer angegriffen. Sie behaupten, die Mitarbeiter des Impfprogramms seien Spione der USA, und mit den Polio-Schutzimpfungen sollten muslimische Kinder sterilisiert werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Pakistan das einzige Land der Welt, in dem die Zahl der neuen Polio-Fälle 2013 zugenommen hat. (dpa)

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben