Nach Wahl-Sieg : Weltweit Gratulationen für Obama

Politiker aus aller Welt haben dem designierten US-Präsidenten Barack Obama kurz nach dessen Wahlsieg zum Teil überschwänglich gratuliert. In allen Erklärungen klang die Hoffnung an, dass sich die Zusammenarbeit mit den USA in Zukunft wieder verbessern möge.

HamburgBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sicherte dem 47-Jährigen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu. "Ich bin überzeugt, dass wir in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Europa den neuartigen Gefahren und Risiken entschlossen begegnen...", schrieb Merkel am Mittwoch in einem in Berlin veröffentlichten Glückwunschbrief. Merkel lud Obama zu einem baldigen Besuch nach Deutschland ein.

Der amtierende EU-Ratspräsident, Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy, schrieb, die Wahl sei eine Wahl für Wandel, Öffnung und Optimismus in unruhigen Zeiten. "In einer Zeit, in der wir uns alle immensen Herausforderungen gegenüber sehen, weckt Ihre Wahl in Frankreich, Europa und darüber hinaus weltweit große Hoffnung." Frankreich und Europa schöpften neue Energie, um mit Amerika zusammenzuarbeiten. Der britische Premierminister Gordon Brown bot Obama eine "sehr enge" Zusammenarbeit an.

EU-Kommission und Japan ebenfalls unter den Gratulanten

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso meinte, es sei Zeit für Europa und die Vereinigten Staaten, wieder enger zusammenzurücken. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte die Erwartung, dass das transatlantische Verhältnis nun wieder enger wird. Bundespräsident Horst Köhler betonte, zunehmend erkenne man, wie sehr die Staaten der Welt aufeinander angewiesen seien.

Der konservative japanische Ministerpräsident Taro Aso kündigte in seinem Glückwunschschreiben an, er wolle gemeinsam mit dem künftigen Präsidenten Obama die Sicherheitsallianz zwischen beiden Ländern stärken und auf eine Lösung der Probleme der internationalen Gemeinschaft hinarbeiten.

Sieg nach vier Stunden

Der Triumph Obamas hatte bereits rund vier Stunden nach Schließen der ersten Wahllokale festgestanden. Der Demokrat siegte nach den Hochrechnungen der US-Sender unter anderem in den wichtigen "Swing States" Florida, Iowa, Ohio, Pennsylvania und New Mexico, die in den Umfragen auf der Kippe gestanden hatten. Bis auf Pennsylvania waren diese Staaten bei der Wahl 2004 noch an die Republikaner gegangen. Obama gewann nach dem Stand der Hochrechnungen von rund sieben Uhr MEZ in 27 Staaten und konnte damit 338 Wahlmännerstimmen einsammeln. Das waren bereits 68 Stimmen mehr als das Minimum von 270, das er für seine Wahl zum Präsidenten durch das Wahlmännerkollegium benötigt. McCain gewann nach diesem Zwischenstand in 19 Staaten und sammelte lediglich 156 Wahlmännerstimmen ein.(sba/dpa)

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