Politik : Nachrichten: Großspender zurückhaltend / Äthiopier geschlagen und weitere Meldungen

"SS-Mann war Mörder"

Ravensburg (AP). Der wegen eines NS-Verbrechens angeklagte Julius Viel ist am Mittwoch von einem Zeugen aus Kanada als mutmaßlicher Mörder von sieben Juden identifiziert worden. Der frühere Professor Adalbert Lallier sagte vor dem Landgericht Ravensburg, Viel habe Ende März 1945 die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Theresienstadt erschossen. Der Zeuge war damals Funkerlehrling in einer Offiziersschule im nahe Theresienstadt gelegenen tschechischen Leitmeritz. Viel war sein Ausbilder und Vorgesetzter.

Großspender zurückhaltend

Berlin (dpa). Nach der CDU-Spendenaffäre sind Großspender für die Christdemokraten nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" etwas zurückhaltender geworden. 1999 hätte die CDU etwa 100 Großspenden von mehr als 20 000 Mark in einer Gesamthöhe von neun Millionen Mark verbucht. In diesem Jahr sei bis zum Herbst große Zurückhaltung zu spüren gewesen. CDU-Sprecherin Eva Christiansen lehnte am Mittwoch Angaben zu der Spendenhöhe im Jahr 2000 ab. Gegen Jahresende könne man in der Regel noch mit einem erhöhten Spendeneingang rechnen.

Äthiopier geschlagen

Saarbrücken (dpa/rtr). Aus Fremdenhass haben zwei junge Frauen und ein junger Mann in Saarbrücken einen 50 Jahre alten Äthiopier zusammengeschlagen und erheblich verletzt. Nach Mitteilung des Landeskriminalamtes hatte das Trio den Mann am frühen Sonntagmorgen auf offener Straße beschimpft und mit Schlägen und Tritten traktiert. Der Äthiopier erlitt eine Gehirnerschütterung, einen Knochenanriss sowie Prellungen. Im nordhessischen Schwalmstadt-Treysa haben am Dienstag drei Männer und zwei Frauen im Alter von 16 bis 21 Jahren einen Asylbewerber aus Äthiopien überfallen und verprügelt.

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