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Bundesamt: Mehr Strahlung

in Atommülllager als angegeben



Hannover - Die Strahlung in den eingelagerten Fässern im maroden Atommülllager Asse ist nach Meinung des Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, höher als bislang angegeben. König wurde am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des Landtages befragt. Die Angaben des früheren Asse-Betreibers zu den Inhalten der Fässer sind zweifelhaft, deshalb lässt sie das BfS neu bewerten. Fässer mit radioaktivem Abfall hätten teils eine sehr hohe Abschirmung mit Blei. Dies lasse darauf schließen, dass die Strahlung im Innern höher sei als die Messungen ergaben, sagte König. Im Salzbergwerk Asse liegen rund 126 000 Fässer mit schwach und mittel radioaktivem Abfall. Das BfS plant, alle Fässer wieder herauszuholen.dpa

Stiftung: Neue Umweltsteuern

sollen Staatsschulden bremsen

Berlin - Im Kampf gegen die Überschuldung des Staatshaushalts sollten Steuern auf den Ressourcenverbrauch eine wichtige Rolle spielen, fordert die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung. Die Verfasser der Studie schlagen 13 Maßnahmen im Energie- und Verkehrssektor vor, die Anreize für umweltfreundliches Verhalten bieten und Geld in die Kassen spülen sollen. Dadurch könnte der Staat 16,2 Milliarden Euro jährlich einnehmen, errechneten die Autoren. Zum Vergleich: Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) möchte das Haushaltsdefizit jedes Jahr um zehn Milliarden Euro senken, um die Schuldengrenze einzuhalten. Die größten Einnahmequellen sind laut Böll-Studie eine Steuer auf Kernbrennstoffe und eine Abgabe auf Flugtickets. Dabei müssten Passagiere pro Flug einen Betrag zwischen 20 und 40 Euro zahlen. few

Christa Müller bleibt

familienpolitische Sprecherin

Berlin - Oskar Lafontaines Ehefrau Christa Müller bleibt familienpolitische Sprecherin der Linken im Saarland. Das entschied der Landesvorstand der Partei am Mittwochabend bei wenigen Gegenstimmen. Der Vorstand hatte die Entscheidung vor einigen Wochen ausgesetzt, weil Müller dem Gremium nicht angehört. Eine Minderheit in der Landespartei kritisiert zudem ihre Forderung nach einem Erziehungsgehalt für daheim erziehende Mütter, das auch im Gegensatz zur Position der Linken im Bund steht. m.m.

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