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Zahl traumatisierter Soldaten steigt

Halle - Die Zahl der traumatisierten Bundeswehrsoldaten nimmt nach Meinung von Experten angesichts der zugespitzten Lage in Nordafghanistan weiter zu. Darauf wies Oberstarzt Peter Zimmermann, leitender Psychiater am Bundeswehrkrankenhaus in Berlin, in der „Mitteldeutschen Zeitung“ hin. „Wir hatten 145 in 2007, 2008 waren es 245 und 2009 dann 466 Fälle mit posttraumatischen Belastungsstörungen“, sagte er. Es sei zu vermuten, dass die Behandlungshäufigkeit weiter steige und die zunehmenden Kampfhandlungen mit hinein spielten. Mit Todesfällen sei ein „erhöhter Traumadruck“ verbunden. dpa

NRW: Keine Geburt unter Fesseln

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) hat einem Bericht über menschenunwürdige Behandlung schwangerer Häftlinge widersprochen. „Vorwürfe, in Nordrhein-Westfalen müssten Schwangere gefesselt entbinden, sind schlicht falsch“, sagte sie in Düsseldorf. Es sei nach ihren Informationen keine einzige Gefangene bei einer Geburt gefesselt gewesen. Während Untersuchungen beim Frauenarzt seien auch keine männlichen Justizbediensteten anwesend. Die Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen in Köln, Monika Kleine, hatte in inem Interview gesagt, sie wisse von Ausnahmefällen, in denen Schwangere gefesselt hätten entbinden müssen. In den USA gibt es seit Jahren Streit über diese Frage. Geburten während der Haft sind nach Angaben des Ministeriums selten. Im Kölner Gefängnis hätten von 22 Schwangeren nur zwei ihr Kind hinter Gittern geboren. In diesem Jahr gebe es bei bislang elf Schwangerschaften eine Geburt während der Haft, hieß es. dpa

Klage gegen Endlager in Straßburg

Salzgitter - Ein Landwirt aus der Nähe von Schacht Konrad in Salzgitter (Niedersachsen) will seinen Kampf gegen das dort entstehende Atomendlager mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof in Straßburg fortsetzen. Das kündigte der 47-Jährige in der „Braunschweiger Zeitung“ an. Walter Traube ist der letzte verbliebene Kläger gegen das Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll. Das Lager wurde 2007 nach 20 Jahren Streit genehmigt und soll 2014 fertig sein.    Der Landwirt, dessen Felder in der Nähe des Endlagers liegen, hat bislang alle Gerichtsverfahren verloren. Zuletzt wies das Bundesverfassungsgericht seine Beschwerde gegen ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ab. dpa

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