NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

EUROPÄISCHE UNION

31 000 Asylbewerber in Deutschland

Brüssel - Im europäischen Vergleich hat Deutschland 2009 die zweithöchste Zahl an Asylbewerbern verzeichnet. 31 000 Menschen suchten in der Bundesrepublik um Asyl nach, wie das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg am Dienstag berichtete. An erster Stelle lag Frankreich mit 47 600 Bewerbern. Insgesamt registrierten die 27 EU-Staaten 2009 fast 261 000 Asylbewerber. Betrachtet man allerdings die Zahl der Bewerber im Vergleich zur Bevölkerungsgröße, sieht die EU-Statistik völlig anders aus. Die höchsten Asylbewerberquoten verzeichneten Malta, Zypern, Schweden, Belgien und Österreich. Der EU-Durchschnitt liegt bei 520 Bewerbern pro einer Million Einwohner. Deutschland liegt mit 390 Antragstellern weit darunter. epd

NORDKOREA

Präsident Kim Jong Il besucht China

Peking - Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il hat am Dienstag seinen Chinabesuch in Dalian im Nordosten des Landes fortgesetzt. Es wurde erwartet, dass Kim Jong Il von der Hafenstadt nach Peking zu Gesprächen mit Staats- und Parteichef Hu Jintao weiterreist. Die erste Auslandsreise des 69-jährigen Diktators seit seinem mutmaßlichen Schlaganfall im Sommer 2008 war begleitet von Spekulationen über seinen Gesundheitszustand. Aufmerksam wurden die wenigen unscharfen Bilder von Kim Jong Il in dem abgeschirmten Hotel ausgewertet, die südkoreanische oder japanische Kamerateams nur aus großer Entfernung machen konnten. Wie bei früheren Besuchen bestätigte das Außenministerium in Peking die Anwesenheit von Kim Jong Il in China nicht – offenbar auf nordkoreanischen Wunsch. dpa

JAPAN

Keine Verlegung des US-Stützpunkts

Tokio - Im Streit um die Verlegung eines US-Militärstützpunktes hat der japanische Regierungschef Yukio Hatoyama einen Rückzieher gemacht. Es sei „nicht realisierbar“, sämtliche Bereiche des Fliegerhorstes Futemma von der Inselprovinz Okinawa abzuziehen, sagte Hatoyama am Dienstag bei einem Besuch auf Okinawa. Der Regierungschef begründete dies vor Journalisten mit der militärischen Abschreckungsfunktion der Schutzmacht USA in Asien. Der seit September regierende Hatoyama hatte sich im Wahlkampf noch dafür ausgesprochen, die Basis auf Japans Hauptinseln oder ganz aus Japan weg zu verlegen. dpa

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