NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Auf Ökumenischem Kirchentag nur zwei Veranstaltungen zu Missbrauch

Berlin - Wie schlecht die Stimmung im Kirchenvolk ist, lässt sich an den Anmeldezahlen für den zweiten Ökumenischen Kirchentag ablesen: 125 000 Menschen wollen von Mittwoch bis Sonntag an dem Glaubensfest in München teilnehmen – nur etwa halb so viele wie 2003 beim ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin. „Damit ihr Hoffnung habt“ lautet das Motto der 3000 Diskussionen, Foren, Gottesdienste und Konzerte, nur zwei Veranstaltungen beschäftigen sich mit dem Thema Missbrauch. Viel politische Prominenz aus allen Parteien hat sich angesagt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält den Vortrag „Hoffnung in Zeiten der Verunsicherung“, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) debattiert über die Frage, wie viel Religion der Staat verträgt. In der „Zeit“ übte er vorab schon Kritik am Zölibat. Die frühere Bischöfin Margot Käßmann wird erstmals nach ihrem Rücktritt in München öffentlich auftreten.clk

DEUTSCHLAND/RUSSLAND

CDU-Politiker weist Kritik

an Westerwelle zurück

Berlin - Der Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff hat Kritik an der Russlandpolitik von Außenminister Guido Westerwelle zurückgewiesen. Dieser habe sich bei jedem Besuch in Russland auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft und der Opposition getroffen, sagte Schockenhoff dem Tagesspiegel. Der CDU-Politiker ist seit 2006 Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Der Grünen-Europaabgeordnete Werner Schulz hatte Westerwelle im Tagesspiegel vorgeworfen, Russland nicht zu kennen und sich offenbar nicht sonderlich dafür zu interessieren. So sei nicht klar, was der Minister unter einer strategischen Partnerschaft mit Russland verstehe. Schockenhoff sagte, die Bundesregierung betone immer wieder, dass die Modernisierungspartnerschaft zwischen der EU und Russland nicht ausschließlich als ökonomische Modernisierung verstanden werde. cvs

PHILIPPINEN

Sohn von Corazon Aquino gewinnt

Präsidentenwahl

Manila - Der nächste Präsident der Philippinen heißt Benigno „Noynoy“ Aquino. Der Sohn der Ex-Präsidentin Corazon Aquino lag nach Auszählung fast aller Stimmen mit rund 40 Prozent in Führung, auf Ex-Präsident Joseph Estrada entfielen rund 25 Prozent. Aquino kündigte an, er werde als neuer Präsident die Korruption bekämpfen.dpa/AFP

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