NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Nobelpreisträger wird Direktor

am Potsdamer Klima-Institut

Potsdam – Das neue Potsdamer Institut für nachhaltige Klimaforschung (IASS) hat den Nobelpreisträger Carlo Rubbia als wissenschaftlichen Direktor benannt. Der aus Italien stammende Rubbia hatte 1984 zusammen mit Simon van der Meer den Physik-Nobelpreis erhalten. Der Forschungsschwerpunkt des 76-Jährigen ist derzeit die Energieversorgung der Zukunft, vor allem die Entwicklung von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien. Rubbia wird in Potsdam das Forschungs-Cluster „Erde, Energie, Umwelt“ mit den Schwerpunkten Kohlendioxid als Rohstoff und solar-thermische Energiegewinnung leiten. Er soll sein Amt am 1. Juni antreten. Gründungsdirektor des Instituts, das Anfang dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen hat, ist Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer, der frühere Chef des UN-Umweltprogramms. kix

PAKISTAN

80 Tote bei Anschlag von Taliban

auf Moscheen in Lahore

Islamabad - Extremisten haben in der ostpakistanischen Stadt Lahore während des Freitagsgebets zwei Moscheen angegriffen und ein Blutbad angerichtet. Mindestens 80 Menschen starben, etwa 100 wurden verletzt. In den Gotteshäusern beten Angehörige der Ahmadiyya-Minderheit, die in Pakistan nicht als Muslime anerkannt werden. Zu dem Anschlag bekannten sich pakistanische Taliban-Milizen. Der Angriff sei die letzte Warnung an die Angehörifen der Minderheit, Pakistan zu verlassen, hieß es in einem Bekennerschreiben der Islamisten. Anderenfalls würden sie sterben. Die „Ahmadiyya-Muslim“-Bewegung ist eine islamische Religionsgemeinschaft, die jegliche Gewalt ablehnt. Sie hat weltweit bis zu 15 Millionen Anhänger.  In Deutschland leben nach Angaben der Bewegung rund 30 000 Mitglieder. dpa

PALÄSTINENSERGEBIET/ISRAEL

Machtprobe um Blockade

des Gazastreifens

Tel Aviv/Larnaka - Die bisher größte „Solidaritätsflotte“ mit 700 Aktivisten an Bord nimmt ungeachtet aller Drohungen Israels weiter Kurs auf den Gazastreifen. Die acht Schiffe wollten sich in internationalen Gewässern treffen und voraussichtlich am Samstagnachmittag versuchen, die israelische Seeblockade zu brechen. Das berichtete die Sprecherin der Organisation „Free Gaza“, Audrey Bomse, in der zypriotischen Hafenstadt Larnaka. Die Aktivisten wollen 10 000 Tonnen Hilfsgüter wie Medikamente, Baumaterialien und Nahrungsmittel in den abgeriegelten Gazastreifen bringen. An Bord sind unter anderem die Bundestagsabgeordnete Annette Groth (Die Linke) und der schwedische Schriftsteller Henning Mankell. In Israel bereiteten sich hunderte Soldaten, Angehörige der Marine sowie Polizisten auf einen Großeinsatz vor. dpa

VEREINTE NATIONEN

Konferenz einig über Empfehlungen gegen atomare Gefahr

New York - Die 189 Mitglieder des Atomwaffensperrvertrages haben sich auf weitreichende Empfehlungen für die Begrenzung der nuklearen Gefahr weltweit verständigt. Sie stimmten am Freitag nach vierwöchigen Verhändlungen einem 28-seitigen Abschlussdokument zu. Ein Streit über israelische Atomwaffen hatte die Konferenz zuvor an den Rand des Scheiterns gebracht. Ägypten fordere, dass Israel zum Beitritt zu dem Vertrag aufgefordert werden müsse, verlautete am Freitag. Israel verfügt vermutlich als einziger Staat im Nahen Osten über Atomwaffen. Einzelheiten der Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Im Entwurf für das Schlusspapier wird UN-Generalsekretär Ban Ki Moon aufgefordert, für 2012 eine Konferenz aller Nahostländer zur Schaffung einer nuklearwaffenfreie Zone einzuberufen. dpa

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