NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND/RUSSLAND

Merkel: UN werden sich bald

auf Iran-Sanktionen einigen

Meseberg - Die Vereinten Nationen werden sich nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel bald auf Sanktionen gegen den Iran einigen. Die Sorge um das Nuklearprogramm des Landes wachse, sagte Merkel nach einem Treffen mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Samstag im brandenburgischen Meseberg. „Es steht im Raum, dass in naher Zukunft solche Sanktionen auch vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet werden können.“ Sie sei sehr froh, dass dies die gemeinsame Position von Russland, Frankreich, Großbritannien, den USA, China und Deutschland sei. Diese Sechsergruppe hat bislang erfolglos versucht, den Iran zur Offenlegung seines Atomprogramms zu bewegen. Insbesondere China und Russland äußerten aber wiederholt Vorbehalte gegen eine neue Sanktionsrunde, die unter anderem den Handel mit dem Golfstaat einschränken würden. Medwedew zeigte sich nun jedoch offen für weitere Schritte. „Es besteht nahezu Einigkeit über Sanktionen“, sagte er. Niemand wolle sie verhängen, manchmal sei dies aber unumgänglich. rtr

Medwedew schlägt Fonds

für Umweltkatastrophen vor

Moskau - Um schneller auf Umweltkatastrophen wie die Ölpest im Golf von Mexiko reagieren zu können, hat Kremlchef Dmitri Medwedew einen internationalen Fonds vorgeschlagen. Staaten sollten Geld in einen gemeinsamen Topf einzahlen und sich so gegen Umweltschäden versichern. Das sagte Medwedew in seinem am Samstag veröffentlichten Videoblog. dpa

GROSSBRITANNIEN

Verteidigungsminister bekräftigt Afghanistan-Engagement

Singapur/London - Der neue britische Verteidigungsminister Liam Fox hat das Afghanistan-Engagement seines Landes bekräftigt. Afghanistan dürfe nicht wieder zu einem Rückzugsort für Terroristen werden, sagte Fox am Samstag bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Daher würden die britischen Soldaten in Afghanistan bleiben. AFP

KANADA

Regierung schraubt Klimaziele deutlich herunter

Montréal - Kanadas Regierung hat ihre Klimaziele drastisch heruntergeschraubt. Im Parlament von Ottawa entzündete sich am Freitag heftiger Protest an dem vom Umweltministerium zwei Tage zuvor diskret verbreiteten Beschluss. Demnach sieht die Regierung für das Jahr 2010 nur noch eine Reduzierung der CO2-Emissionen um fünf Millionen Tonnen vor – vor einem Jahr sollten es noch 52 Millionen Tonnen sein. AFP

ISLAND

Spaßpartei stellt Bürgermeister

in Reykjavik

Reykjavik - Die isländische Spaßpartei „Beste Partei“ („Nesti Flokkurinn“) stellt mit einem populären TV-Komiker den neuen Oberbürgermeister von Reykjavik. Der 43-jährige Jón Gnarr hatte die Kommunalwahl vor einer Woche mit Slogans wie „kostenlose Handtücher in allen Schwimmbädern“ gewonnen. dpa

MALTA

Thunfischjäger verletzen Greenpeace-Aktivisten mit Harpune

Paris - Französische Thunfischjäger haben nach Angaben von Greenpeace einen Umweltaktivisten bei einer Protestaktion vor Malta mit einer Harpune beschossen und schwer verletzt. Der Brite habe in einem der Schlauchboote gesessen, mit denen sich Greenpeace den Fischern entgegenstellte, sagte eine Sprecherin der Umweltschutzorganisation. AFP

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