NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SLOWENIEN

Schiedsgericht soll Grenzstreit

mit Kroatien schlichten

Ljubljana - Die Slowenen haben am Sonntag dafür gestimmt, dass ein internationales Schiedsgericht den seit Jahrzehnten bestehenden Grenzstreit mit dem Nachbarland Kroatien schlichtet: 51,74 Prozent votierten mit Ja, wie die Wahlkommission am Sonntagabend nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen mitteilte. Damit wird ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu einem Beitritt Kroatiens in die EU aus dem Weg geräumt. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 42 Prozent. Die slowenische und die kroatische Regierung hatten im November ein Abkommen geschlossen, das die Einsetzung eines internationalen Schiedsgerichtes vorsieht. AFP

AFGHANISTAN

Innenminister tritt zurück

Kabul - Vier Tage nach Anschlägen von Taliban auf den Auftakt der „Friedens- Dschirga“ in Afghanistan sind der Innenminister und der Geheimdienstchef des Landes zurückgetreten. Es war ihnen nicht gelungen, Angriffe auf die Ratsversammlung zu verhindern, hieß es. Während der Eröffnungsrede von Präsident Hamid Karsai war neben dem Zelt mit mehr als 1600 Delegierten eine Rakete eingeschlagen, später gab es heftige Schusswechsel mit Aufständischen, 700 Raketen wurden sichergestellt. Die Informationen seien zunächst zurückgehalten worden, um den Erfolg des Treffens nicht aufs Spiel zu setzen, hieß es. dpa

POLEN

Polizisten plünderten Absturzopfer Warschau - Nach der Flugzeugkatastrophe von Smolensk vor zwei Monaten, bei der Präsident Lech Kaczynski, seine Frau Maria und 94 andere hochrangige Politiker, Militärs und Geistliche ums Leben kamen, haben Angehörige der russischen Spezialpolizei Omon das Bankkonto eines der Opfer geplündert. Drei Mitglieder der auf Anti-Terror-Einsätze spezialisierten Sondereinheit hätten mit am Absturzort gefundenen Kreditkarten des tödlich verunglückten polnischen Gedenkstätten-Ministers Andrzej Przewoznik 6000 Zloty (1500 Euro) von dessen Konto abgehoben, bestätigte ein Regierungssprecher. Er lobte die Zusammenarbeit polnischer und russischer Geheimdienste bei der Aufklärung. dpa

KONGO

Polizeichef von Kinshasa suspendiert
Kinshasa - Nach der Ermordung eines prominenten Bürgerrechtlers in der Demokratischen Republik Kongo sind in dem zentralafrikanischen Land ranghohe Polizisten verhaftet worden. Aus dem Umfeld von Präsident Joseph Kabila hieß es, der festgenommene Polizeichef einer Spezialeinheit habe eine Verwicklung in den Mord an Floribert Chebeya gestanden. Zuvor hatte Innenminister Adolphe Lumanu erklärt, Polizeichef John Numbi, der als Vertrauter Kabilas gilt, sei vom Dienst suspendiert und unter Hausarrest gestellt worden. Weitere Polizisten seien ebenfalls verhaftet worden. AFP/dpa

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