NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

KIRGISTAN

Mehr als 40 Tote bei Unruhen

Osch - Bei schweren Zusammenstößen zwischen verfeindeten Volksgruppen im Süden Kirgistans sind mindestens 45 Menschen getötet worden. Kirgisen und Usbeken lieferten sich am Freitag in Osch Straßenschlachten und setzten Teile der Stadt in Brand. Die Übergangsregierung rief den Ausnahmezustand über die Region aus. Der Süden des Landes ist die Machtbasis des gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew. Anfang April wurde er aus dem Amt gejagt. Bei den Protesten damals starben etwa 78 Menschen. Seitdem ist das verarmte Land nicht zur Ruhe gekommen. Eine Reuters-Korrespondentin berichtete aus Osch von Barrikaden und Menschenmengen, die zwei Restaurants und einen Supermarkt in Brand setzten. Das überwiegend von Usbeken bewohnte Viertel Tscherjomuschki stehe in Flammen. Hunderte Jugendliche gingen mit Schusswaffen und Stahlstangen aufeinander los. Das Gesundheitsministerium sprach von 632 Verletzten.rtr

LIBYEN

Inhaftierter Schweizer wieder frei

Tripolis/Bern - Kurz vor Ablauf seiner viermonatigen Haftzeit ist der in Libyen inhaftierte Schweizer Geschäftsmann Max Göldi am Donnerstagabend freigelassen worden. Das sagte sein Anwalt Salah Zahaf. Göldi sei in guter körperlicher und seelischer Verfassung.   Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy- Rey äußerte sich erleichtert über die Entwicklung. Göldi und ein zweiter Schweizer Geschäftsmann waren in Libyen vor Gericht gestellt worden, nachdem der Sohn von Staatschef Muammar al Gaddafi, Hannibal, im Sommer 2008 in Genf wegen der angeblichen Misshandlung von Hausangestellten vorübergehend festgenommen worden war. Ihnen wurden unter anderem Visavergehen vorgeworfen. Der zweite Geschäftsmann konnte Libyen später verlassen. dpa

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben