NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SCHWEIZ

Bern prüft Klage gegen Libyen

Genf - Nach der Freilassung eines schweizerischen Geschäftsmannes aus libyscher Haft erwägt die Regierung in Bern eine Klage gegen Libyen wegen Entführung vor einem internationalen Gericht. Derzeit werde geprüft, den Fall des jüngst freigelassenen Geschäftsmanns Max Göldi und des bereits zuvor aus libyscher Haft entlassene Schweizers Rachid Hamdani vor ein internationales Tribunal zu bringen, sagte Außenministerin Micheline Calmy-Rey dem Internetdienst „20 Minuten online“. AFP

FINNLAND

Vanhanen tritt zurück

Helsinki - Finnlands Ministerpräsident Matti Vanhanen ist nach sieben Jahren im Amt zurückgetreten. Nachfolgerin soll seine Parteikollegin Mari Kiviniemi werden. Das Parlament wird die 41-Jährige am kommenden Dienstag zur Ministerpräsidentin wählen.  Der amtsmüde Vanhanen hatte schon im Dezember seinen Rücktritt angekündigt. Er begründete dies zunächst mit Problemen wegen einer Knieoperation, deutete dann aber an, dass „auch andere Gründe“ eine Rolle gespielt hätten. Vanhanens Partei und dem seit 2003 amtierenden Regierungschef wird die Entgegennahme illegaler Wahlkampfspenden vorgeworfen. dpa

NIEDERLANDE

Cohen für „violette“ Regierung

Den Haag - Nach dem Scheitern der Bemühungen um eine Rechts-Regierung mit dem populistischen Islamgegner Geert Wilders kommt in den Niederlanden jetzt eine „violette“ Koalition ins Spiel. Zu einer Links-Mitte-Regierung würden neben der sozialdemokratischen Partei der Arbeit (PvdA) die rechtsliberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) sowie die Grün-Linken und die linksliberalen Demokraten 66 gehören. Das sagte PvdA-Chef Job Cohen in Den Haag. Allerdings gilt die Bildung einer solchen Koalition als schwierig, da sie von VVD-Chef Mark Rutte stets als „sehr unwahrscheinlich“ bezeichnet wurde. Ruttes Partei hatte bei den Wahlen 31 Mandate errungen, Cohens PvdA kam auf 30 Mandate. dpa

IRAK

Kinder erschossen

Bagdad - Bewaffnete Männer sind am Freitag in Bagdads Vorort Abu Ghoreib in das Haus eines Mannes eingedrungen, der als Fahrer für das Wasserministerium arbeitete. Sie töteten ihn, seine schwangere Ehefrau und die beiden sieben und neun Jahre alten Söhne. In der benachbarten Ortschaft Arab Dschalub starben vier Menschen, als ihr Haus von einer Rakete getroffen wurde. Der Terror richtet sich hauptsächlich gegen Angehörige der Sicherheitskräfte und ihre Familien. dpa

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