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Guttenberg will Bundeswehr

auf bis zu 150 000 Soldaten abbauen

Geltow - Verteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg erwägt angesichts leerer Staatskassen eine radikale Truppenreduzierung um 100 000 auf nur noch 150 000 Soldaten. „Es ist eines der Szenarien, das durchgerechnet wird“, sagte der CSU- Politiker am Dienstag bei einem Besuch des Einsatzführungskommandos in Geltow bei Potsdam. Diese Zahlen seien aber „nicht in Stein gemeißelt“, fügte er hinzu. Das Kabinett hat auf seiner Sparklausur vor zwei Wochen eine Reduzierung der Bundeswehr um bis zu 40 000 Zeit- und Berufssoldaten beschlossen. Bis Anfang September will Guttenberg ein Konzept für eine Strukturreform der Bundeswehr vorlegen. „Es ist nicht damit getan, ,weiter so’ zu rufen“, sagte er in Geltow. Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels sagte der „Welt“, eine Bundeswehr mit 150 000 Soldaten erfordere eine „Radikaloperation, die politisch nicht begründet“ sei. dpa

SPD: Liberale schaden

der deutschen Außenpolitik

Berlin - Nach kritischen Äußerungen von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) zu Israel und Ratschlägen der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), zum Präsidentschaftswahlkampf in Polen hat die SPD vor Schaden für die deutsche Außenpolitik gewarnt. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) müsse gegenüber seinen Parteifreunden klarstellen, „wer die außenpolitischen Leitlinien in Deutschland bestimmt“, forderte der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich. „Es kann nicht sein, dass sich FDP-Politiker aus dem Bauch heraus zu hoch sensiblen Fragen der Außenpolitik äußern“, sagte Mützenich dem Tagesspiegel: „Sie stellen damit Vertrauensverhältnisse infrage, die deutsche Regierungen über die Parteigrenzen hinweg in jahrelanger Arbeit aufgebaut haben.“ hmt

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