NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Radfahrer fährt vor Gaucks Wagen

München - Eine Woche vor der Bundespräsidentenwahl ist der Wagen des Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, in München in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Auf dem Weg vom Landtag zum Flughafen erfasste die Limousine nach Angaben der Polizei einen 29 Jahre alten Radfahrer. Der Mann wurde schwer verletzt, befand sich nach Angaben der SPD-Landtagsfraktion aber am Mittwochnachmittag nicht mehr in Lebensgefahr. Gauck, der auf dem Rücksitz des Autos saß, blieb unverletzt. Der Kandidat habe den verletzten Radfahrer schon im Krankenhaus besucht, sagte ein Fraktionssprecher. Gauck sei sehr betroffen, aber auch erleichtert, dass der Mann nicht mehr in Lebensgefahr sei. Sein Chauffeur, ein langjähriger Fahrer der SPD-Fraktion, blieb ebenso unverletzt wie zwei Mitarbeiter Gaucks, die ebenfalls im Wagen saßen. Gauck hatte bei den Wahlleuten der Landtagsfraktionen um Stimmen für seine Wahl geworben. dpa

Antiterroreinsatz wird beendet

Dschibuti - Nach mehr als acht Jahren steigt die Bundeswehr zum Ende des Monats vorzeitig aus dem internationalen Antiterroreinsatz „Enduring Freedom“ aus. Ein Aufklärungsflugzeug der Marine und 90 Soldaten werden dann aus Dschibuti am Horn von Afrika abgezogen. Ursprünglich war der Einsatz bis mindestens Ende des Jahres geplant. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) begründete den Schritt am Mittwoch in Dschibuti mit der „geringen Terrorbedrohung im Seegebiet am Horn von Afrika“. Die Marine bleibt aber vor Ort. Sie beteiligt sich weiterhin mit einer Fregatte und 250 Soldaten am EU-Einsatz „Atalanta“ zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias. Guttenberg meint, dass die frei werdenden Marine-Kapazitäten in anderen Einsätzen sinnvoller genutzt werden können. Neben „Atalanta“ sind das die Nato-Mission „Active Endeavour“ im Mittelmeer und der Unifil-Einsatz zur Unterbindung von Waffenschmuggel in den Libanon. dpa

US-Armee verlässt Heidelberg

Heidelberg/Washington - Goodbye GI: Die US-Armee gibt ihre deutschen Heeresstützpunkte Heidelberg und Mannheim bis 2015 komplett auf. Das teilte das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch in Washington mit. 1450 US- Soldaten werden Deutschland umgehend verlassen, wie ein Sprecher des US-Heeres in Heidelberg sagte. 2000 der 6500 betroffenen Soldaten werden nach Wiesbaden verlegt, wo ein neues US-Hauptquartier entsteht. 500 gehen ins bayerische Schweinfurt, 300 nach Kaiserslautern und 150 nach Baumholder in Rheinland-Pfalz. Außerdem wird das Generaldepot in Gießen geschlossen und ins rheinland-pfälzische Germersheim verlegt. Heidelberg und Mannheim hatten monatelang versucht, ihre Standorte zu erhalten. Hunderte weitere Amerikaner und ihre Familien werden in den nächsten Jahren Baden-Württemberg verlassen. Wohin sie kommen, steht noch nicht fest. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) bedauerte den Abzug. dpa

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