NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

GRIECHENLAND

Ein Toter durch Briefbombe

in Ministerium in Athen

Athen - Im griechischen Ministerium für Zivilschutz in Athen ist am Donnerstagabend bei der Explosion einer Briefbombe der Sicherheitschef des Ministers getötet worden. Ein weiterer Polizist wurde nach Angaben eines Polizeisprechers schwer verletzt. Die Explosion ereignete sich in wenigen Metern Abstand vom Büro des Ministers, Michalis Chryssohoidis, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen erfuhr. Der Minister hielt sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Gebäude auf, wurde aber nicht verletzt. Die Explosion sei „sehr stark“ gewesen, hieß es aus Polizeikreisen. Sie ereignete sich demnach im siebten Stock des Gebäudes im Büro des 52 Jahre alten Sicherheitschefs. Das Ministerium für Zivilschutz ist im gleichen Gebäude untergebracht wie das Hauptquartier der griechischen Polizei. Das Ministerium ist auch für die Polizei zuständig. Das Zugänge des Gebäudes werden streng überwacht.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Zwei Vorgänger von Chryssohoidis wurden bereits Ziel von Attentaten, die sie überlebten. Das letzte Attentat ereignete sich im Mai 2006, der Minister blieb unverletzt. Zu der Tat bekannte sich damals die größte griechische Untergrundorganisation Revolutionärer Kampf (EA), von der im April sechs mutmaßliche Mitglieder festgenommen wurden, unter ihnen der mutmaßliche Anführer. AFP/dpa

SUDAN

Von entführten Deutschen in Darfur fehlt jede Spur

Berlin - Von den beiden in der westsudanesischen Krisenregion Darfur entführten deutschen Entwicklungshelfern fehlt noch jede Spur. Die beiden 34 und 52 Jahre alten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) waren am Dienstag von Bewaffneten in Nyala im Süden der Krisenregion verschleppt worden. Der Hintergrund ist noch völlig offen. Die Männer kommen aus NRW und Schleswig-Holstein, teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einem Besuch des THW in Bonn mit. dpa

FRANKREICH

Massenproteste gegen

Sarkozys Rentenreform

Paris - Mit dem bisher größten Streik- und Protesttag gegen die Rentenreform haben die französischen Gewerkschaften den Druck auf Staatschef Nicolas Sarkozy erhöht. Zahlreiche Lehrer, Eisenbahner und sonstige Beamte, aber auch viele Beschäftigte der Privatwirtschaft legten am Donnerstag die Arbeit nieder. Die Gewerkschaften gingen von bis zu zwei Millionen Teilnehmern aus. AFP

DEUTSCHLAND

Suche nach Massengrab

in Brandenburg eingestellt

Berlin - Die Suche nach einem jüdischen Massengrab im südbrandenburgischen Jamlitz wird vorerst eingestellt. Das teilte das Innenministerium Brandenburg mit. Erst wenn verwertbare Hinweise auf neue Verdachtsflächen vorliegen, sollen weitere Grabungen veranlasst werden. Seit 1997 wird nach 753 Häftlingen des ehemaligen KZ-Außenlagers Lieberose gesucht, die im Februar 1945 bei der Räumung des Lagers von der SS erschossen wurden. mmr

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