NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

KONGO

Mehr als 230 Tote

bei Explosion eines Tanklasters

Kinshasa - Bei der Explosion eines Tanklasters im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind am Freitagabend nach offiziellen Angaben mindestens 230 Menschen getötet und 196 weitere verletzt worden. Unter den Toten befanden sich viele Kinder. Der aus Tansania kommende Tanklaster fuhr durch das Dorf Sange und überschlug sich, wie Sprecher der Provinz Süd-Kivu am Samstag im etwa 70 Kilometer entfernten Bukavu berichteten. Eine Feuerwalze erfasste mehrere Holzhütten, in denen viele Einwohner gerade das WM-Fußballspiel Uruguay-Ghana im Fernsehen oder am Radio verfolgten.

Bevor das auslaufende Benzin in einem gewaltigen Feuerball aufging, hatten zahlreiche Dorfbewohner versucht, den wertvollen Treibstoff aufzusammeln. Dutzende Kinder schöpften mit Eimern und Flaschen Benzin ab. Wie es dann genau zur Explosion kam, blieb zunächst unklar. Soldaten der UN-Friedenstruppen im Kongo (Monuc) beteiligten sich an den Rettungsarbeiten, konnten aber oft nur noch Tote bergen. Ein UN-Sprecher befürchtete, dass die Zahl der Toten 270 betragen könne. Warum sich der Tanklastzug überschlug, war zunächst nicht bekannt. Augenzeugen berichteten allerdings, der in einem Konvoi fahrende Lkw sei aufgrund von Straßenschäden umgekippt. dpa/rtr

NIGERIA

Bewaffnete greifen Schiff an

und verschleppen zwei Deutsche

Lagos - Eine Gruppe Bewaffneter hat vor der Küste Nigerias ein unter deutscher Flagge fahrendes Frachtschiff überfallen. Nach Angaben der nigerianischen Marine brachten die Männer bei dem Angriff am Freitagabend vor der Küste des ölreichen Niger-Deltas zwölf Besatzungsmitglieder in ihre Gewalt, darunter auch zwei Deutsche. Die Marine stellte das Schiff inzwischen sicher, von den Entführern und ihren Geiseln aber fehlte zunächst jede Spur. AFP

USA

Nach McChrystal-Skandal:

Maulkorberlass für das Militär

Washington - Für das amerikanische Militär gelten im Umgang mit der Presse künftig strengere Regeln – eine Folge des Skandals um den geschassten Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal, dessen Porträt im Magazin „Rolling Stone“ erschienen war. Verteidigungsminister Robert Gates habe alle ranghohen Heeresmitarbeiter aufgefordert, Interviews und öffentliche Auftritte künftig vorab beim Pentagon anzumelden, berichteten US-Medien. dpa

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