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DEUTSCHLAND

CSU sauer: Westerwelle macht sich für die Türkei stark

Berlin/München - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) fordert in einem Interview mit der „Zeit“: „Wir Deutsche müssen uns sehr viel stärker um die Türkei kümmern, außen- wie wirtschaftspolitisch, auch weil wir eine sehr starke türkische Gemeinde in Deutschland haben.“ Das Wort von einer „privilegierten Partnerschaft“, die die Unionsparteien bevorzugen, sei „doch lange nicht mehr gefallen“. Er hoffe, „alle merken, dass wir nüchtern diskutieren und keine Fragen vorwegnehmen sollten, die sich erst in einigen Jahren stellen“. Die Türkei habe sich „eine einflussreiche Stellung in der Welt erobert“. Man müsse „zur Kenntnis nehmen, dass sich die globale Statik derzeit dramatisch verändert“. CSU-Präsidiumsmitglied Manfred Weber kritisierte, Westerwelle ziehe „dramatisch falsche Schlussfolgerungen“. Die Türkei selbst orientiere „sich hin zu einem Bindeglied zwischen dem Nahen Osten und Europa“, ein möglicher EU-Beitritt sei deshalb „eine Debatte von gestern“. Der CSU-Politiker forderte: „Wir müssen den Irrweg in diese Sackgasse endlich beenden und neue Wege suchen.“ Die Türkei mache „mehr Rück- als Fortschritte“. ddp

Al-Qaida-Terrorhelfer

in Montabaur festgenommen

Karlsruhe - Deutsche Behörden haben einen Syrer festgenommen, der im Internet Propaganda für das islamische Extremistennetzwerk Al Qaida betrieben und Mitglieder geworben haben soll. Der 24- Jährige wurde am Sonntag im rheinland- pfälzischen Montabaur aufgegriffen, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Er habe als Administrator eines Internetforums auch den Austausch von Audio-, Video- und Textbotschaften gefördert. rtr

IRAK

Mehr als 30 Tote bei Anschlagsserie auf schiitische Pilger in Bagdad

Bagdad - Bei einer Serie von Anschlägen auf schiitische Pilger in Bagdad sind am Mittwoch nach Angaben von Sicherheitsbeamten mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 99 weitere wurden verletzt. Die Gläubigen waren auf dem Weg zu einem religiösen Fest. AFP

FRANKREICH

Panamas Ex-Machthaber Noriega muss für sieben Jahre hinter Gitter

Paris - Der einstige Machthaber von Panama, Manuel Noriega, muss in Frankreich wegen Geldwäsche für Drogengeschäfte sieben Jahre hinter Gitter. Der heute 76-jährige Noriega stand in Paris vor Gericht, weil er in den 80er Jahren rund 2,3 Millionen Euro aus Drogengeschäften auf Konten französischer Banken gewaschen haben soll. AFP

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