NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NAHOST

Streit um Hilfsschiff für Gaza

Jerusalem - Ungeachtet israelischer Warnungen hält ein libysches Schiff mit Hilfslieferungen weiter Kurs auf den streng abgeriegelten Gazastreifen. „Wir werden unsere Richtung nicht ändern“, sagte ein Vertreter der Gaddafi-Stiftung am Sonntag. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak nannte den neuen Versuch, die Blockade zu durchbrechen, eine „überflüssige Provokation“. Das unter moldauischer Flagge fahrende Schiff „Amalthea“ der Gaddafi-Stiftung hatte am Samstagabend den griechischen Hafen Lavrio nahe von Athen verlassen. AFP

IRAN

Steinigung vorerst aufgeschoben

Teheran - Nach heftiger internationaler Kritik hat der Iran die Steinigung einer verurteilten Ehebrecherin vorerst ausgesetzt. Das Urteil gegen die 43-jährige Sakineh Mohammadi-Aschtiani sei zwar „endgültig“, aus „humanitären Bedenken“ werde es zunächst aber nicht umgesetzt, sagte Justizvertreter Malek Adschdar Scharifi nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Sobald der Chef der iranischen Justizbehörden, Sadek Laridschani, es jedoch „für angebracht“ halte, werde die Todesstrafe „ohne Rücksicht auf die Propaganda westlicher Medien“ vollstreckt. AFP

RUSSLAND

Richter im Nordkaukasus getötet Moskau - Im russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus ist ein ranghoher Richter erschossen aufgefunden worden. Passanten entdeckten den Vorsitzenden eines Kreisgerichts in Machatschkala, der Hauptstadt der Teilrepublik Dagestan, tot am Steuer seines Wagen. dpa

GROSSBRITANNIEN

Kirche gegen Bischöfinnen

London - Die anglikanische Kirche in England wird auch künftig keine Frauen zu Bischöfinnen weihen. Der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, Oberhaupt aller Anglikaner, scheiterte am Samstag bei einer Generalsynode mit einem Plan, der auch Frauen eine Bischofsweihe erlauben sollte. AFP

SCHWEDEN

Minister soll für Sex gezahlt haben

Stockholm - Schwedens Ex-Arbeitsminister Sven Otto Littorin soll sich mit dem Kauf von Sex-Diensten strafbar gemacht haben. Der vergangene Woche zurückgetretene Politiker aus der konservativen Partei von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt ließ über seine Anwältin erklären, dass der entsprechende Bericht der Zeitung „Aftonbladet“ nicht zutreffe. Das Blatt hatte eine 30-jährige Ex-Prostituierte zitiert, die im Jahr 2006 sexuelle Dienste an Littorin verkauft haben will. Der Kauf von Sex ist in Schweden seit 1999 kriminalisiert. dpa

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