NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH

Scheck von Bettencourt heizt Spekulation über Parteispenden an

Nanterre - Die französische Milliardärin Liliane Bettencourt hat im Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy vor dreieinhalb Jahren 100 000 Euro von einem ihrer Konten abheben lassen – möglicherweise ein Hinweis darauf, dass tatsächlich rechtswidrige Parteispenden an die Konservativen in Frankreich geflossen sein könnten. Bettencourts ehemalige Buchhalterin hob das Geld im Dezember 2006 bei der Dexia-Bank ab, wie deren Anwalt am Freitag bestätigte. Während die Buchhalterin Claire Thibout über Jahre hinweg normalerweise jede Abhebung in ihren Kassenbüchern notiert habe, seien die 100 000 Euro nirgendwo verzeichnet, berichtete die Wochenzeitschrift „Marianne“. Es sei völlig unklar, wofür die Summe „nur vier Monate vor dem ersten Wahlgang“ der Präsidentschaftswahl verwendet worden sei. AFP

VEREINTE NATIONEN

Eklat um Ruandas Staatschef

bei Treffen in Madrid

Madrid - Die Anwesenheit des ruandischen Staatschefs Paul Kagame bei einem UN-Treffen in Madrid hat zu einem Eklat geführt. Nach heftigen Protesten von Menschenrechtsgruppen sagte Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero seine Teilnahme an der Veranstaltung am Freitag ab. Er werde von Außenminister Miguel Angel Moratinos vertreten, teilte ein Regierungssprecher mit. Zudem wurde das Treffen vom Regierungssitz in ein Hotel verlegt. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nimmt daran teil. Die spanische Justiz legt Kagame Völkermord zur Last. dpa

SUDAN

Regierung weist erneut

zwei Helfer aus

Nairobi/Khartum - Wenige Tage nach dem Völkermord-Haftbefehl gegen Sudans Präsidenten Omar al Baschir hat die Regierung in Khartum die Ausweisung von zwei Helfern angeordnet. Die Mitarbeiter der Internationalen Organisation für Migration (IOM) müssten das Land bis Samstag verlassen, berichtete die Zeitung „Sudan Tribune“ am Freitag. Die Regierung in Khartum hatte bereits im vergangenen Jahr 16 Hilfsorganisationen die Arbeitserlaubnis entzogen. dpa

RUSSLAND

Staatsduma billigt umstrittenes Geheimdienstgesetz

Moskau - Der russische Inlandsgeheimdienst FSB kann mit einem neuen Gesetz künftig bei bloßem Verdacht auch ohne Beweise direkt gegen Bürger vorgehen. Die Staatsduma in Moskau verabschiedete am Freitag ein entsprechendes Dekret, wie die Agentur Interfax meldete. Juristen und Bürgerrechtler sehen darin die Rückkehr des sowjetischen Überwachungsstaates mit KGB-Methoden. dpa

INDIEN/PAKISTAN

Schüsse an der Grenze

nach gescheiterten Verhandlungen

Islamabad/Neu-Delhi - Einen Tag nach dem Treffen der Außenminister Indiens udn Pakistans haben pakistanische Regierungstruppen mehrere Stellungen der indischen Armee in Kaschmir beschossen. Nach Angaben eines Militärsprechers feuerten pakistanische Soldaten in der Nacht Raketen und Mörser über die Demarkationslinie in den indischen Teil Kaschmirs. Menschen seien bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen. Der Sprecher verurteilte die „grundlose Verletzung“ des Waffenstillstands von 2003 und kündigte an, bei einem der regelmäßigen Treffen von indischen und pakistanischen Offizieren werde man Protest einlegen. Das Treffen der Außenminister der beiden südasiatischen Atommächte war am Donnerstag ergebnislos zu Ende gegangen. dpa

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