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Viele Fehler bei Hartz-IV-Bescheiden

Nürnberg/Berlin - Auch mehrere Jahre nach dem Start der Hartz-IV-Reform unterlaufen Jobcentern noch immer Fehler beim Ausstellen der Hartz-IV-Bescheide – 99 Prozent sind allerdings inzwischen korrekt. Allein im vergangenen Jahr hätten 162 300 fehlerhafte Grundsicherungsbescheide die Jobcenter verlassen, geht aus dem entsprechenden Jahresbericht der Bundesagentur für Arbeit hervor. Die Bundesagentur mit Sitz in Nürnberg hatte wiederholt auf die häufigen Personalwechsel in den Jobcentern hingewiesen. Die komplexe Materie und die häufigen Gesetzesänderungen machten zudem eine intensive Einarbeitung der Mitarbeiter notwendig. In 830 200 Fällen legten Hartz-IV-Betroffene Widerspruch gegen die Bescheide ein. Knapp jeder dritte Widerspruch sei erfolgreich gewesen. dpa

Ausgaben für Krankengeld gestiegen

Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen müssen immer mehr für Krankengeld ausgeben. Nun dringen sie auf Entlastungen. Im vergangenen Jahr wuchsen die Ausgaben der Kassen für Krankengeld um zehn Prozent auf 7,2 Milliarden Euro, wie aus einem Rundbrief des GKV-Spitzenverbands an die Kassen hervorgeht. 2006 gaben die Kassen dafür 5,7 Milliarden Euro aus, seitdem stiegen die Ausgaben kontinuierlich. Das Schreiben ging zuerst ans Bundesgesundheitsministerium, das sich besorgt über das Kostenplus gezeigt hatte. Zu den Gründen zählt, dass es immer mehr ältere Kassenmitglieder gibt, die im Schnitt häufiger Krankengeld bekommen. So liegt der Anteil der 45- bis 65-Jährigen seit 2006 bei über 30 Prozent. Jährlich steigt er laut Kassenstatistik um mehr als zwei Prozent. Auch nimmt die Zahl psychischer Erkrankungen deutlich zu – also von Leiden, die länger anhalten und somit zum Krankengeldanspruch führen. Kassen zahlen Krankengeld – maximal 70 Prozent des Bruttolohns – in der Regel nach der sechsten Krankheitswoche. dpa

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