NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

CHILE

Präsident gegen Amnestie

Santiago de Chile - Der chilenische Präsident Sebastián Piñera hat eine umfassende Amnestie für Armeeangehörige des früheren Militärregimes von Augusto Pinochet abgelehnt. Es werde keine Begnadigungen für Inhaftierte geben, die wegen besonders schwerer Vergehen wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Mord oder Vergewaltigung verurteilt worden seien, sagte Piñera. Die katholische Kirche hatte sich dafür ausgesprochen, im Zuge von geplanten Straferlassen auch inhaftierte Armeeangehörige zu begnadigen, die ihre Taten bereuten. AFP

RUSSLAND

Milosevic-Finanzier erhält Asyl

Belgrad - Einer der wichtigsten Finanziers des früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic, der per Interpol gesuchte Geschäftsmann Bogoljub Karic, hat in Russland politisches Asyl erhalten. Das hätten die russischen Behörden dem serbischen Justizministerium mitgeteilt, berichtete die größte serbische Zeitung „Blic“ am Montag in Belgrad. Karic wird in seiner Heimat beschuldigt, allein in einem Fall den Staat um 40 Millionen Euro geprellt zu haben. In Russland hatten zuvor schon die Milosevic-Ehefrau Mirjana Markovic und ihr gemeinsamer Sohn Marko politisches Asyl bekommen. dpa

ISLAND

Walschützer hoffen auf EU-Beitritt

Brüssel - Der geplante EU-Beitritt Islands könnte das Aus für den Walfang dort bedeuten. Die Jagd auf die Meeresriesen gilt als Haupthindernis für die EU-Beitrittsverhandlungen des Landes, die am Dienstag in Brüssel beginnen sollen. Besonders Deutschland und Großbritannien drängen die Regierung in Reykjavik zum Verzicht auf die umstrittene Tradition. Eigentlich hat Island beste Voraussetzungen für einen schnellen EU-Beitritt. Der Inselstaat im Nordatlantik gehört dem Europäischen Wirtschaftsraum an sowie dem Schengen-Raum ohne Grenzkontrollen. Da Island drei Viertel der notwendigen europäischen Gesetze bereits umgesetzt hat, stimmte der EU-Gipfel Mitte Juni der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen zu. Die Regierung in Reykjavik setzt auf eine Mitgliedschaft ab 2012. Ein „Selbstläufer“ sei das aber nicht, sagte ein EU-Diplomat.AFP

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