NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Westerwelle beklagt Verfolgung

von Homosexuellen im Ausland

Berlin - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) beklagt eine anhaltende Diskriminierung von Homosexuellen in manchen Staaten: „Wir haben etwa noch sieben Länder auf der Welt, wo Männer oder Frauen, die gleichgeschlechtlich orientiert sind, um ihr Leben fürchten müssen, weil sie mit der Todesstrafe bedroht sind“, sagte er dem SWR, in etwa 70 weiteren Ländern würden Homosexuelle verfolgt. Deutschland empfinde er dagegen als „enorm tolerantes Land“, das wie selbstverständlich damit umgehe, „dass auch Minderheiten fair behandelt werden. Und dass zum Beispiel auch Homosexuelle in der Politik herausragende Positionen einnehmen können“. Westerwelle, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, eröffnet am Samstag als Schirmherr die „Gay Games“ in Köln mit 10 000 Athleten aus 70 Nationen. dpa

VEREINTE NATIONEN

UN-Sicherheitsrat verlängert Darfur-Mandat

New York - Der UN-Sicherheitsrat hat am Freitag das Mandat der Friedenstruppen in der westsudanesischen Krisenregion Darfur um ein weiteres Jahr verlängert. Die 15 Mitglieder stimmten einstimmig für die Verlängerung des Einsatzes bis zum 31. Juli 2011. AFP

Schlüsselfigur in Bettencourt-Affäre erneut in Polizeigewahrsam

Paris - In der Spenden- und Steueraffäre um die französische L’Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist deren Vermögensverwalter Patrice de Maistre am Freitag wieder intensiv verhört worden. Arbeitsminister Eric Woerth hatte in einem Verhör am Vortag jede Verwicklung bestritten. De Maistre wird vorgeworfen, die Steuerhinterziehung der 87-jährigen Bettencourt und die Verteilung illegaler Spenden organisiert zu haben. AFP

PHILIPPINEN

Regierung richtet „Wahrheitskommission“ ein

Manila - Der neue philippinische Präsident Benigno Aquino hat eine „Wahrheitskommission“ zur Untersuchung der Korruptions- und Wahlfälschungsvorwürfe gegen seine Vorgängerin Gloria Arroyo eingesetzt. In einem Erlass dazu heißt es, das Volk stünde unter Schock über das Ausmaß der Korruption. 2009 hatte die Weltbank Vorwürfe gegen den „First Gentleman“ Miguel Arroyo erhoben, der Schmiergelder verlangt haben soll. Seiner Frau wird auch vorgeworfen, sie habe ihre Wiederwahl 2004 durch massive Wahlfälschung erreicht. Die neue Justizministerin Leila de Lima sagte, Arroyo könne wegen „Behinderung der Justiz“ belangt werden, falls sie die Aussage vor der Kommission verweigern würde. Im letzten Jahr ihrer Amtszeit hatte sie noch versucht, durch eine Verfassungsänderung Ermittlungen gegen sich zu verhindern. KNA

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