NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Anwaltskanzlei soll Ahrensburger

Missbrauchsfälle untersuchen

Berlin - Die Nordelbische Kirche hat eine Kieler Anwaltskanzlei mit der Untersuchung der Missbrauchsvorwürfe gegen Pfarrer K. aus Ahrensburg beauftragt. Die Kanzlei soll zusätzlich zu den kirchlichen Ermittlungen prüfen, welche Strukturen in der Kirche verändert werden müssen, um künftig sexuelle Übergriffe von Geistlichen auszuschließen. Dies hat die Kirchenleitung am Freitag bekanntgegeben zusammen mit einem Zwischenbericht über die Ermittlungen in Ahrensburg. Pfarrer K. soll von Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre zahlreiche minderjährige Jungen und Mädchen sexuell missbraucht haben, darunter auch seine Stiefsöhne. Als Konsequenz war die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen vor zwei Wochen zurückgetreten. Die Vergehen sind verjährt. Gegen Pfarrer K. und einen Kollegen wird disziplinarisch ermittelt. Die Einleitung weiterer Disziplinarverfahren, etwa gegen eine frühere Pröpstin, die Pastor K. nach Bekanntwerden erster Vorwürfe 1999 nur versetzt hatte, werde nachgedacht. Die wahren Gründe für die Versetzung wurden damals verheimlicht, auch in den Personalakten finden sich keine An gaben. Personalentscheidungen ohne Dokumentation, heißt es jetzt in dem Bericht der Kirchenleitung, seien auch damals schon unzulässig gewesen. clk

Auch Tillich will Rentengarantie nicht beibehalten

Berlin - Ungeachtet der Zurückweisung durch Kanzlerin Angela Merkel wird nun auch in der CDU die Rentengarantie in Frage gestellt. Mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich plädierte erstmals ein Spitzenpolitiker der Partei gegen die Beibehaltung der Garantie, dass die Altersbezüge nicht sinken. „Eine Rentengarantie wird es auf Dauer so nicht mehr geben, weil die jungen Menschen nicht auf Dauer derart belastet werden können“, sagte Tillich dem “Hamburger Abendblatt“. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar