NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

PAKISTAN

Anhaltende Übergriffe

nach Mord an Regierungspolitiker

Karatschi - Die gewaltsamen Übergriffe nach der Ermordung eines Regierungspolitikers in der pakistanischen Metropole Karatschi haben auch in der Nacht zum Mittwoch angehalten. 70 Menschen wurden seit Montag bei den Unruhen getötet. Zahlreiche Lastwagen, Pkw und Geschäfte wurden angezündet und verwüstet. Auslöser war die Ermordung des Politikers Raza Haider von der Partei MQM. Unbekannte hatten ihn und seinen Leibwächter am Montag bei einer Trauerfeier niedergeschossen.rtr/AFP

ECUADOR

Drosselung der Ölförderung

zum Schutz des Urwalds

Bogotá - Zum Schutz des Regenwalds will Ecuador auf einen Teil der Erdölförderung verzichten, wenn es einen finanziellen Ausgleich dafür bekommt. Die Regierung in Quito stimmte einem Treuhandfonds zu und schloss eine Vereinbarung mit dem UN-Entwicklungsprogramm (UNDP). Danach soll die internationale Gemeinschaft in den kommenden 13 Jahren rund 2,7 Milliarden Euro aufbringen – etwa die Hälfte dessen, was die Förderung von 846 Millionen Barrel Öl im östlichen Amazonasgebiet voraussichtlich einbringen würde. Durch den Verzicht sollen die Artenvielfalt im Yasuní-Nationalpark und der Lebensraum zweier Indianervölker erhalten werden. Zugleich wird der Ausstoß von 410 Millionen Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxids vermieden. epd

RUSSLAND

Kein Geld: Moskau verschiebt

Chemiewaffenvernichtung

Moskau - Russland verschiebt die Vernichtung tausender Tonnen Chemiewaffen wegen knapper Kassen um bis zu drei Jahre. Der international vereinbarte Endtermin April 2012 könne nicht eingehalten werden, teilte das Außenministerium nach Angaben der Agentur Interfax mit. Bislang wurden etwa 19 500 Tonnen giftiger Substanzen und damit etwa die Hälfte der russischen Chemiewaffen zerstört. Deutschland hat den Bau russischer Anlagen zur Waffenvernichtung mit mehreren hundert Millionen Euro finanziert. dpa

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