NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

JAPAN

UN für Abschaffung aller Atomwaffen

Tokio - Vor dem 65. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Ächtung von Nuklearwaffen gefordert. „Das einzige Mittel sicherzustellen, dass solche Waffen niemals eingesetzt werden, ist, sie alle abzuschaffen“, sagte Ban am Donnerstag in Nagasaki. Ban ist der erste UN-Generalsekretär, der Nagasaki besucht. Die Stadt wurde am 9. August 1945 völlig zerstört. Drei Tage zuvor hatten die USA bereits eine Atombombe auf Hiroshima abgeworfen. In Nagasaki starben damals 70 000 Menschen, in Hiroshima 140 000. AFP

KENIA

Mehrheit für neue Verfassung

Berlin - 67 Prozent der Wähler in Kenia haben in einem Referendum am Mittwoch für eine neue Verfassung gestimmt. Lediglich im Rift Valley, in dem vor zwei Jahren bei den Unruhen nach der Wahl die meisten Menschen getötet worden sind, gab es eine Mehrheit für das Nein-Lager. William Ruto, Minister für höhere Erziehung und einer der einflussreichsten Politiker der Kalenjin im Rift Valley hatte die Nein-Kampagne angeführt. Dagegen hatten der Präsident Mwai Kibaki und Premierminister Raila Odinga, die konkurrierenden Parteien angehören, die Ja-Kampagne angeführt. Die Wahlbeteiligung war hoch. Wahlbetrug wie bei der Präsidentschaftswahl Ende 2007 hat es offenbar diesmal nicht gegeben. Die Ergebnisse wurden kontinuierlich veröffentlicht. deh

PAKISTAN

Viele Tote bei Unruhen in Karatschi

Islamabad - Unruhen nach der Ermordung eines Politikers haben in der südpakistanischen Finanzmetropole Karatschi inzwischen mehr als 70 Menschen das Leben gekostet. Karatschis Polizeichef Waseem Ahmed sagte am Donnerstag, 76 Menschen seien getötet und mehr als 100 verletzt worden. Innenminister Rehman Malik machte die radikalislamischen Taliban mitverantwortlich für die Gewalt. dpa

NAHOST

Israel beschuldigt Hamas

Jerusalem - Israel macht die im Gazastreifen herrschende Hamas für den Raketenbeschuss der Urlaubsorte Akaba und Eilat Anfang der Woche verantwortlich. Die Raketen seien „ohne jeden Zweifel“ von einer Einheit der Al-Kassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Palästinenserorganisation, vom Sinai aus abgefeuert worden, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. dpa

KIRGISTAN

Warnschüsse gegen Demonstranten

Bischkek - Vier Monate nach dem blutigen Umsturz in Kirgistan bleibt die Lage in dem zentralasiatischen Land instabil. 3500 Anhänger des am Donnerstag kurzzeitig verhafteten Regierungsgegners Urmat Bariktobasow forderten den Rücktritt der Regierung. Bei einer Kundgebung gab die Polizei Warnschüsse ab, während der Innenminister den Demonstranten die Vorbereitung eines bewaffneten Umsturzes vorwarf. AFP

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