NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND/ISRAEL

Dubai kritisiert Freilassung

von mutmaßlichem Mossad-Agenten

Dubai - Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich kritisch zur Freilassung eines mutmaßlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad in Deutschland geäußert. Der unter dem Namen Uri Brodsky aufgetretene Mann wurde im Zusammenhang mit dem Mord an einem Hamas-Führer in Dubai gesucht. Deutschland hatte einen europäischen Haftbefehl gegen ihn beantragt, weil er an der illegalen Beschaffung eines deutschen Reisepasses für den Anschlag beteiligt gewesen sein soll. Polen lieferte ihn schließlich aus. Ein Kölner Richter ließ Brodsky am Freitag aber gegen Kaution frei. Er könne sich frei bewegen und auch Deutschland verlassen. Zu einem Prozess wegen Urkundenfälschung müsse er auch nicht persönlich erscheinen, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Möglicherweise werde das Verfahren auch ohne Prozess gegen eine Geldstrafe eingestellt. rtr

ÄGYPTEN

Flüchtlingsdrama an der Grenze

zwischen Israel und Ägypten

El Arisch - Nahe der Grenze zwischen Israel und Ägypten sind mehrere Einwanderer aus Afrika erschossen worden. Wie ein Vertreter der ägyptischen Sicherheitskräfte am Samstag mitteilte, versuchte eine Gruppe von Eritreern am Freitagabend, sich aus den Händen einer Schleuserbande zu befreien, und griff nach den Waffen ihrer Bewacher. Bei einem Schusswechsel seien daraufhin eine Frau und drei Männer aus dem nordostafrikanischen Land getötet worden. Zwei weitere illegale Einwanderer der etwa 60-köpfigen Gruppe wurden von der ägyptischen Polizei getötet, als sie versuchten, die Grenze nach Israel zu überqueren. Die Beamten nahmen 28 Flüchtlinge fest. Die Schleuser entkamen. Seit Jahresbeginn wurden an der 250 Kilometer langen ägyptischen Grenze zu Israel 28 Menschen erschossen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren Ägypten für die harte Linie gegenüber Flüchtlingen. AFP

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