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Linke will aktuelle Zahl

der Mitglieder geheim halten

München - Nach dem heftigen Krach um die sogenannte Karteileichen-Affäre bei der Linken will der Bundesvorstand die aktuellen Mitgliederzahlen geheim halten. Das wurde bei der Sitzung am Montag in Berlin beschlossen, wie aus einem internen Brief an die Parteigliederungen hervorgeht. Darin wird gebeten, auf Anfrage nur die Mitgliederzahlen zum 31. Dezember 2009 weiterzugeben. „Weitere Wünsche nach Übersichten über zahlende und nichtzahlende Mitglieder geben wir nicht an die Medien“, heißt es in dem Schreiben. Der Schatzmeister des bayerischen Landesverbandes der Linkspartei, Ulrich Voß, wehrte sich unterdessen gegen Vorwürfe aus der eigenen Partei. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, sprach er in einem offenen Brief an den Bundesvorstand und an Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi von gezielten Rufmordversuchen. dpa/ddp

Kein Untreueverdacht

gegen Münchner Staatskanzlei

München - Die Münchner Staatsanwaltschaft sieht wegen CSU-orientierter Umfragen der Staatskanzlei keinen Untreueverdacht. Ein Ermittlungsverfahren wird nicht eingeleitet, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Es hätten sich „keine hinreichen Anhaltspunkte für Straftaten“ ergeben. Die Staatskanzlei hatte 2006, 2007 und 2008 auf Kosten der Steuerzahler mehrere „Resonanzstudien“ in Auftrag gegeben, in denen ein Meinungsforschungsinstitut der CSU Ratschläge erteilte. dpa

In Gorleben soll die Erkundung

ab Oktober wieder beginnen

Gorleben - Nach knapp zehn Jahren politisch verordneter Zwangspause wird in Gorleben die Wiederaufnahme der Erkundungsarbeiten für ein mögliches Atomendlager vorbereitet. Die Energiekonzerne wollen den Salzstock von Oktober an weiter auf seine Eignung als Endlager für hoch radioaktiven Abfall untersuchen. Die Genehmigung des Rahmenbetriebsplanes werde „rechtzeitig“ bis dahin erfolgen, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums. dpa

Wieder Großdemonstration gegen Bahnhofsprojekt Stuttgart 21

Stuttgart - In Stuttgart haben erneut Zehntausende gegen den milliardenteuren Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs demonstriert. Ein Sprecher des Aktionsbündnisses der Projektgegner, Axel Wieland, sagte, an der Protestveranstaltung hätten rund 30 000 Menschen teilgenommen. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Proteste gegen die umstrittene Verlegung des Stuttgarter Bahnhofs unter die Erde gegeben. AFP

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