NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH

Vatikan kritisiert

Abschiebung von Roma

Vatikanstadt - Der Flüchtlingsbeauftragte des Vatikan hat die Abschiebung von Roma aus Frankreich kritisiert. Das EU-Recht verbiete kollektive Ausweisungen außer in Fällen, in denen eine schwere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bestehe, betonte Kurienerzbischof Agostino Marchetto. Der Sekretär des Päpstlichen Migrantenrates warf Frankreich vor, die eigenen Gesetze zum Umgang mit Roma nicht einzuhalten. Die Räumung de Roma-Camps habe „zweifellos eine Situation der Unfreiheit geschaffen“. Frankreich hatte am Donnerstag mit der Rückführung von Roma nach Bulgarien und Rumänien begonnen. KNA

IRAK

Zahl privater Sicherheitskräfte

soll verdoppelt werden

Washington - Nach dem teilweisen Abzug der US-Soldaten aus dem Irak will die amerikanische Regierung die Zahl der privaten Sicherheitsleute verdoppeln. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, insgesamt sollten bis zu 7000 Angestellte derartiger Unternehmen eingesetzt werden. Damit könnte am flexibelsten die Sicherheitslücke geschlossen werden, die durch den Abzug des US-Militärs aufgerissen werde. Der Einsatz der Sicherheitsleute ist umstritten. Für Empörung im Irak hatte ein Urteil eines US-Gerichts gesorgt, das eine Anklage gegen Blackwater-Mitarbeiter verwarf, die 14 irakische Zivilisten getötet haben sollen. rtr

ARMENIEN

Russland festigt Präsenz

im Südkaukasus

Eriwan - Mit einem Abkommen hat Russland seine militärische Präsenz in dem strategisch wichtigen Kaukasus-Staat Armenien auf Jahrzehnte gefestigt. Russlands Staatschef Dmitri Medwedew und sein armenischer Kollege Sersch Sarkisjan verlängerten am Freitag in Eriwan den Pachtvertrag für einen russischen Militärstützpunkt in Armenien bis 2044. Außerdem sieht das Abkommen vor, die Mission der rund 3000 dort stationierten russischen Soldaten auszudehnen. Sie sollen nun auch für Armeniens Sicherheit sorgen. Das Abkommen dürfte Armeniens Nachbarland Aserbaidschan beunruhigen. Beide Länder streiten schon lange über die Region Berg-Karabach, die zu Aserbaidschan gehört, aber vorwiegend von Armeniern bewohnt wird. AFP

KIRGISTAN

Neue Proteste

im Süden des Landes

Osch - Nach den blutigen Unruhen im Juni kommt der Süden Kirgistans nicht zur Ruhe: Etwa 3000 Demonstranten gingen am Freitag in der Stadt Osch auf die Straße und forderten den Rücktritt von Präsidentin Rosa Otunbajewa. Bei den Protesten wurde Arbeitsministerin Aigul Riskulowa angegriffen, als sie versuchte, die Menge zu beruhigen. Sie konnte in ihrem Auto entkommen. AFP

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