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Feinstaub durch Stuttgart 21: Umweltschützer fordern Abrissstopp

Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat das Eisenbahnbundesamt aufgefordert, die Abrissarbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof zu stoppen. Die DUH kritisiert, dass die Bahn Genehmigungsauflagen für das Projekt „Stuttgart 21“ „nicht vorgeschrieben hat oder darauf verzichtet, die Einhaltung zu kontrollieren“. Die Auflagen schreiben Abgasobergrenzen für die eingesetzten Baumaschinen und Lkw vor. So werde die Gesundheit „tausender Bürger“ gefährdet, die im Stuttgarter Kessel ohnehin unter den bundesweit höchsten Feinstaubbelastungen litten. Nach DUH-Recherchen verweigert die Bahn die Einhaltung verbindlicher Auflagen im Planfeststellungsbeschluss, wonach nur Baumaschinen und Lkw zum Einsatz kommen dürften, die mit Dieselpartikelfiltern ausgerüstet sind. „Der Abriss-Stopp ist zwingend“, sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Die DUH will die Bahn AG seit Mitte Juli vor dem Verwaltungsgericht zwingen, die Ausschreibungskriterien für die Bauaufträge offenzulegen. Die mündliche Verhandlung soll am 7. Oktober stattfinden. Tsp

Staatsanwalt beschlagnahmt mehr Akten nach Loveparade-Unglück

Duisburg - Einen Monat nach der Massenpanik bei der Loveparade mit 21 Toten hat die Staatsanwaltschaft Duisburg im Rathaus der Ruhrgebietsstadt weitere Akten beschlagnahmt. Bei der Durchsicht der bereits unmittelbar nach dem Unglück beschlagnahmten Akten habe sich herausgestellt, dass noch Dokumente fehlten, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Rolf Haferkamp. Es bestehe aber in keiner Weise der Eindruck, dass bewusst Informationen zurückgehalten worden seien, fügte er hinzu. Die Ermittlungen liefen gegen Unbekannt, es hätten sich noch keine konkret Tatverdächtigen heraus kristallisiert. AFP

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