NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Runder Tisch zu Bahn-Projekt

in Stuttgart geplant

Stuttgart - Im Streit um das Bahn-Projekt Stuttgart 21 versuchen Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann, ein scharfer Kritiker des Projekts, die Wogen zu glätten: Gemeinsam luden sie Gegner und Befürworter für die erste Septemberhälfte zu einem runden Tisch über das Vorhaben ein. „Dieses erste Gespräch soll offen und ohne Vorbedingungen die Chancen weiterer Gespräche und öffentlicher Experten- und Diskussionsforen ausloten“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung vom Montag. Mappus und Kretschmann nehmen damit den Vorschlag von Bahn-Chef Rüdiger Grube auf, der am Wochenende einen runden Tisch vorgeschlagen hatte. Doch bei den Projektgegnern und selbst bei den Grünen stößt das Angebot auf Ablehnung. Ihr Motto heißt: Ohne Baustopp kein Dialog. Dazu sind Mappus und Grube aber nicht bereit. Am Montag war es Aktivisten gelungen, einen Großbagger am Nordflügel des alten Bahnhofs zu entern. Die Polizei beendete die Besetzung allerdings am Vormittag. AFP/dpa

Gericht erleichtert Umzug

von Hartz-IV-Empfängern

Kassel - Erhalten Hartz-IV-Empfänger eine befristete Beschäftigung und unterschreiben sie in dieser Zeit einen Mietvertrag für eine neue und teurere Wohnung, muss das Jobcenter ihnen bei einem erneuten Arbeitslosengeld-II-Bezug die Unterkunftskosten erstatten. Entscheidend dabei ist, dass der Langzeitarbeitslose wegen seiner Beschäftigung mindestens für einen Monat aus dem Hilfebezug ausscheidet, urteilte am Montag das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. epd

Orthodoxe Rabbiner

in Leipzig ordiniert

Leipzig - Zum zweiten Mal seit der Judenvernichtung in der NS-Zeit sind in Deutschland am Montag orthodoxe Rabbiner ordiniert worden. „An Tagen wie diesen zeigen wir, dass es richtig war, zu bleiben“, sagte Präsidentin Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden in der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig. epd

KORREKTUR

In unserer Sonntagsausgabe ist uns leider ein Fehler unterlaufen. Die Illustration des Beitrags „Verlustängste“ zur Standortdebatte bei der Bundeswehr zeigte statt deutscher Bundeswehrsoldaten irrtümlich zwei US-Soldaten. Tsp

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