NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SCHWEDEN

Doch Vergewaltigungsverdacht

gegen Wikileaks-Gründer

Stockholm - Schwedens Justiz ermittelt doch wieder gegen den Internetaktivisten Julian Assange vom Enthüllungsportal Wikileaks wegen Verdachts auf Vergewaltigung. Die Oberstaatsanwaltschaft in Stockholm teilte am Mittwoch mit, dass erneut eine Voruntersuchung gegen den 39-jährigen Australier eingeleitet wird. Es geht um den Verdacht auf Vergewaltigung in einem Fall sowie sexuellen Zwang und sexuelle Belästigung in einem zweiten Fall. Die inzwischen zuständige Oberstaatsanwältin Marianne Ny wollte zu Einzelheiten keine Stellung nehmen. Assange bestreitet alle Vorwürfe. Er ist mit Wikileaks durch die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten zum Afghanistankrieg bekanntgeworden. dpa

USA/DEUTSCHLAND/AFGHANISTAN

USA halten deutschen Terrorverdächtigen fest

Berlin - Die USA halten in Afghanistan einen deutschen Staatsbürger fest, der offenbar unter Terrorismusverdacht steht. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte einen entsprechenden Bericht der „taz“. Der Inhaftierte soll Teil einer Gruppe von Hamburger Islamisten gewesen sein, die im März 2009 in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet aufgebrochen seien, um sich dort in Terrorcamps ausbilden zu lassen. Zuvor sollen sie sich in der Taiba-Moschee getroffen haben, die die Hamburger Innenbehörde Anfang August geschlossen hatte. Zu der Gruppe gehörte auch der Deutsch- Syrer Rami M., der im Juni in Pakistan festgenommen und vergangene Woche nach Deutschland überstellt worden war. AFP

NIEDERLANDE

In Amsterdam festgenommene Jemeniten offenbar harmlos

Amsterdam - Zwei in Amsterdam unter Terrorverdacht festgenommene Jemeniten sind wieder frei. Es hätten sich keine Beweise für strafbare Handlungen der Männer finden lassen, teilte die niederländische Staatsanwaltschaft mit. Die 48 und 37 Jahre alten Männer waren am Montag auf Verlangen der US-Behörden auf dem Amsterdamer Flughafen festgenommen worden, nachdem sie dort mit einer Maschine aus Chicago gelandet waren. Laut Angaben der US-Behörden wurden sie wegen gefährlich erscheinender Gegenstände im Gepäck verdächtigt, Anschläge auf Flugzeuge vorzubereiten. Am Dienstag hatte das US-Ministerium für Heimatschutz schon eingeräumt, dass es vermutlich harmlose Erklärungen gibt. dpa

TÜRKEI

Leiche von russischem General

am Strand gefunden

Istanbul - Türkische Dorfbewohner haben an einem Mittelmeerstrand die angeschwemmte Leiche eines ranghohen russischen Geheimdienstgenerals gefunden. Experten aus Russland hätten den Toten identifiziert, berichtete die türkische Tageszeitung „Vatan“ am Mittwoch. Es handele sich um Juri Iwanow, den Vizechef des russischen Militärnachrichtendienstes GRU. Der 52-jährige war demnach zuletzt zur Prüfung russischer Militäranlagen in Syrien. Moskau hatte den Tod des Generals in der vergangenen Woche bekanntgegeben, ohne Details zu nennen. Der Zeitung zufolge gilt Iwanow auch als Drahtzieher einer Serie von Mordanschlägen auf im Ausland lebende Tschetschenenführer. dpa

FRANKREICH

Hausdurchsuchung

bei L’Oréal-Milliardärin Bettencourt

Paris - Wegen der Finanzaffären um die L’Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist das Anwesen der reichsten Frau Frankreichs durchsucht worden. Die Ermittlungen beziehen sich auf den Verdacht, dass der Künstler François-Marie Banier seine Freundschaft zu der 87-jährigen Hauptaktionärin des L’Oréal-Konzerns jahrelang ausgenutzt haben soll, um sich insgesamt rund eine Milliarde Euro von ihr zu erschleichen. Im Umfeld von Bettencourt waren in den vergangenen Wochen bereits mehrere Hausdurchsuchungen vorgenommen worden, weil der Milliardärin ihrerseits Steuerhinterziehung in Millionenhöhe sowie illegale Parteispenden an die regierende UMP vorgeworfen werden. AFP

PAKISTAN

40 Tote bei Militäraktion,

25 Tote bei Selbstmordanschlägen

Islamabad - Die pakistanische Luftwaffe hat im Nordwesten des Landes Stellungen radikalislamischer Extremisten bombardiert und dabei mindestens 40 Menschen getötet, darunter auch Zivilisten. Aus Geheimdienstkreisen verlautete, dass bei der großangelegten Militäraktion in der Stammesregion Khyber versehentlich auch Wohnhäuser zerstört wurden. Die halbautonome Stammesregion Khyber gilt als Hochburg der Taliban und Rückzugsraum für Al-Qaida-Angehörige. Bei drei Selbstmordanschlägen in der ostpakistanischen Stadt Lahore wurden mindestens 25 Menschen getötet, mindestens 180 wurden verletzt. Die Attentäter sprengten sich inmitten einer Prozession gläubiger Schiiten in die Luft. dpa/AFP

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