NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH

Arbeitsminister Woerth

in Parteispendenaffäre in Bedrängnis

Paris - In der Affäre um illegale Parteispenden ist Frankreichs Arbeitsminister Eric Woerth erneut schwer in Bedrängnis geraten. Der enge Vertraute von Präsident Nicolas Sarkozy gestand am Donnerstag in Paris ein, dass er sich im Jahr 2007 doch persönlich für die Aufnahme eines Spenders der Regierungspartei UMP in die französische Ehrenlegion eingesetzt habe. Woerth hatte dies im Zusammenhang mit den Affären um die L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt bisher bestritten. Dem Arbeitsminister und ehemaligen UMP-Schatzmeister wird unter anderem vorgeworfen, im Jahr 2007 eine illegale Parteispende von Bettencourt in Höhe von 150 000 Euro für den Wahlkampf von Sarkozy angenommen zu haben. Dies bestreitet Woerth nach wie vor. AFP

DEUTSCHLAND/AFGHANISTAN

Anwalt fordert 33 000 Dollar

für jedes Kundusopfer

Berlin - Ein Jahr nach dem Luftschlag von Kundus geht der Streit über die Entschädigung der Opferfamilien weiter. Der Bremer Anwalt Karim Popal forderte am Donnerstag 33 000 US-Dollar (28 000 Euro) für jeden Toten und damit sieben Mal so viel wie das Bundesverteidigungsministerium bisher zugesagt hat. Notfalls werde er auf Erhöhung der Summe klagen. In der Nacht zum 4. September 2009 hatte der Bundeswehroberst Georg Klein das Bombardement von zwei entführten Tanklastern befohlen. Wie viele Menschen dabei getötet wurden ist bis heute umstritten. Der Streit über die Entschädigung läuft bereits seit Monaten. Anfang August hatte das Verteidigungsministerium verkündet, 5000 Dollar (3900 Euro) pro Opfer zur Verfügung zu stellen. dpa

AFGHANISTAN

Provinzregierung: Zehn Wahlkämpfer

getötet – ein Kandidat verletzt

Talokan - Bei einem Nato-Luftangriff im Norden Afghanistans sind nach afghanischen Angaben zehn Mitarbeiter eines Kandidaten der bevorstehenden Parlamentswahl getötet worden. Der Kandidat Abdul Wahid sei verletzt worden. Die Nato-geführte Internationale Schutztruppe erklärte, der Vorfall werde untersucht. Vor der am 18. September geplanten Wahl haben die Gewalttaten stark zugenommen. Bislang wurden durch Aufständische vier Kandidaten und bis zu 13 Wahlkämpfer getötet. rtr

MOSAMBIK

Mehrere Tote bei Protesten

gegen hohe Lebenskosten

Maputo - Bei wütenden Protesten gegen hohe Preise für Brot und Benzin sind in Mosambiks Hauptstadt Maputo mindestens fünf Menschen getötet worden. Seit Beginn der Ausschreitungen in den Armenvierteln der Stadt am Mittwoch seien bei der Polizei und dem Roten Kreuz insgesamt fünf Todesopfer eingeliefert worden, sagte der Chef des Roten Kreuzes in dem südostafrikanischen Land, Americo Ubisse, am Donnerstag. AFP

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