NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Foto: AFP
Foto: AFPFoto: dpa

DEUTSCHLAND

Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Neonazis in Dortmund

Dortmund - In Dortmund ist es am Samstag am Rande des Aufmarsches von Neonazis zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Rechtsextremisten gekommen. Bei ihrer Anreise verließen etwa 500 Rechtsextremisten fluchtartig den Zug und marschierten in Richtung Innenstadt, wie die Polizei mitteilte. Beamte konnten die Neonazis jedoch einkreisen. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die eigentliche Kundgebung der Rechtsextremisten sollte in der Nähe des Dortmunder Hafens stattfinden. Tausende Menschen protestierten friedlich gegen den Neonazi-Aufmarsch. Am Rande lieferten sich allerdings Demonstranten aus der linken Szene Scharmützel mit der Polizei. ddp/dpa

Kieler Oberbürgermeister Albig will SPD-Spitzenkandidatur im Norden

Kiel - Der Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig will SPD-Spitzenkandidat bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein werden. Die SPD habe gute Chancen, als stärkste Partei aus dieser Wahl hervorzugehen, sagte er. „Dafür brauchen wir den stärksten Kandidaten.“ Der 47-Jährige zeigte sich in einem NDR-Interview überzeugt, populärer zu sein als der derzeitige SPD- Landeschef Ralf Stegner. Albig bezeichnete sich als „etwas verbindlicher und nicht ganz so aggressiv“. Über den Spitzenkandidaten sollen alle Parteimitglieder entscheiden. Das beschloss der SPD-Landesvorstand. Im nördlichsten Bundesland muss spätestens bis 30. September 2012 ein neuer Landtag gewählt werden, weil das Landesverfassungsgericht das Landeswahlgesetz für verfassungswidrig erklärt hat. AFP

Islamist aus Hamburg soll von Anschlagsplänen berichtet haben

Berlin - Ein von den USA in Afghanistan festgehaltener Terrorverdächtiger aus Hamburg hat einem Pressebericht zufolge von drohenden Anschlägen in Deutschland berichtet. Laut „Spiegel-Online“ geht die Bundesregierung den Angaben von Ahmad S. derzeit mit Hochdruck nach. S. habe in Verhören durch US-Experten über Anschlagsszenarien von Dschihadisten in Deutschland und anderen europäischen Ländern ausgesagt. AFP

IRLAND

Britischer Ex-Premier Tony Blair

mit Eiern und Schuhen beworfen

Dublin - Bei der ersten Signierstunde für seine Memoiren ist Tony Blair in Dublin mit Eiern und Schuhen beworfen worden. Etwa 200 Kriegsgegner protestierten vor der Buchhandlung in der irischen Hauptstadt. Als der ehemalige britische Premierminister aus seinem Auto stieg, regnete es Eier und Schuhe. Blair wurde jedoch nicht getroffen. Er hatte am Mittwoch seine Autobiografie veröffentlicht, in der er unter anderem seine Entscheidung für den Einmarsch der Briten in den Irak im Jahre 2003 verteidigt. In dem Buch rechnet er außerdem mit seinem Nachfolger Gordon Brown ab und schreibt detailliert über den Friedensprozess in Nordirland. dpa

NAHOST

Clinton warnt vor einem Scheitern der Friedensgespräche

Washington - US-Außenministerin Hillary Clinton hat eindringlich vor einem Scheitern der neuen Nahost-Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern gewarnt. Die laufenden Verhandlungen seien „vielleicht für eine sehr lange Zeit die letzte Chance“, Frieden in der Region zu schaffen. Das sagte Clinton israelischen und palästinensischen Sendern. Es gebe für den Fall eines Abbruchs der Gespräche keinen Plan B. „Dann werden, befürchte ich, die Kräfte der Zerstörung, die Kräfte des Negativen auf beiden Seiten an Stärke zunehmen.“     dpa

FRANKREICH

Zehntausende demonstrieren

gegen Roma-Abschiebungen

Paris - Zehntausende Menschen haben am Samstag in Paris und 130 anderen Städten Frankreichs gegen die von der konservativen Regierung forcierte Abschiebung von Roma in protestiert. Die Regierung sprach von rund 77 000 Demonstranten, die Veranstalter nannten 100 000. Die französischen Behörden haben seit Jahresbeginn rund 8000 Roma in deren Heimatländer Rumänien und Bulgarien abgeschoben. AFP

WEISSRUSSLAND

Regierungskritiker

tot aufgefunden

Minsk - Im autoritär regierten Weißrussland ist wenige Monate vor der Präsidentenwahl der Betreiber der oppositionellen Internetseite „charter97.org“ tot aufgefunden worden. Die Leiche des 36-jährigen Oleg Bebenin sei in seinem Wochenendhaus nahe der Hauptstadt Minsk entdeckt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation Charta 97 mit. Die Todesursache war zunächst unklar. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben