NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NORWEGEN/DEUTSCHLAND

Terrorverdächtige festgenommen

Frankfurt am Main/Oslo - Norwegens Behörden haben mit aktiver Hilfe aus Deutschland drei Männer mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen festgenommen. Sie sollen einen Anschlag für das radikal-islamische Terrornetz vorbereitet haben. Der polizeiliche Geheimdienst PST sowie die Osloer Staatsanwaltschaft gaben an, dass die drei in Zusammenhang mit „Aktivitäten auch in den USA und Großbritannien“ in Haft seien. Einer der drei wurde am Donnerstagmorgen im nordrhein- westfälischen Duisburg festgenommen, die anderen beiden in Oslo. Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg unterbrach seinen Sommerurlaub und kehrte in die Hauptstadt zurück. Die Festnahmen bezeichnete er als die „schwerwiegendsten ihrer Art“, die es je in Norwegen gegeben habe. dpa/AFP

DEUTSCHLAND

Vertriebenen-Stiftungsrat gewählt

Berlin - Nach langem politischen Streit ist der Stiftungsrat der geplanten Vertriebenen-Gedenkstätte in Berlin nun erweitert und neu besetzt. Der Bundestag wählte am Donnerstag 19 Mitglieder des insgesamt 21-köpfigen Gremiums. Dem Aufsichtsgremium gehören drei Vertreter der Bundesregierung sowie vier Abgeordnete von CDU/CSU, SPD und FDP an. Dazu kommen sechs Mitglieder des Bundes der Vertriebenen (BdV) sowie je zwei Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche sowie des Zentralrats der Juden in Deutschland.    Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach, die für die CDU im Bundestag ist, hatte im Februar auf einen Sitz in dem Kuratorium verzichtet. dpa

FRANKREICH

Überraschende Wende

in der Schwarzgeldaffäre

Paris - In der Schwarzgeldaffäre um Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und die Multimilliardärin Liliane Bettencourt (87) gibt es eine überraschende Wende. Die Hauptbelastungszeugin, Bettencourts Ex-Buchhalterin Claire Thibout, bezeichnete in der jüngsten Vernehmung bei der Polizei einen Teil der ihr zugeschrieben Beschuldigungen als falsch. Entlastet sind Sarkozy und sein Umfeld aber nicht. Einige spektakuläre Aussagen erhält Thibout aufrecht. dpa

KOSOVO

Abgeschobene Kinder chancenlos

Pristina/Berlin - Die meisten der ins Kosovo abgeschobenen Kinder aus Roma-Familien gehen dort laut einer Unicef-Studie nicht zur Schule. Drei von vier Kindern, die in Deutschland eine Schule besuchten, führen den Unterricht in der Heimat ihrer Eltern nicht fort – das zeigt eine Studie des Kinderhilfswerks Unicef. Nach der Abschiebung seien die Kinder und Jugendlichen von Perspektivlosigkeit und Armut bedroht. dpa

KUBA

Politische Häftlinge freigelassen

Puebla - Die kubanische Regierung ist einen Schritt auf die internationale Gemeinschaft zugegangen und hat die Freilassung von 52 politischen Häftlingen angekündigt. Das Versprechen erfolgte im Anschluss an ein Treffen des kubanischen Präsidenten Raul Castro mit dem spanischen Außenminister Miguel Angel Moratinos und Kardinal Jaime Ortega. Demnach kommen fünf der Häftlinge sofort frei und werden Asyl in Spanien erhalten, die restlichen sollen in den nächsten vier Monaten freigelassen werden und dürften ebenfalls ausreisen. Damit kämen die letzten Dissidenten frei, die im sogenannten „schwarzen Frühling“ 2003 wegen Kritik an dem Regime festgenommen und wegen Vaterlandsverrat zu bis zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. swe

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