NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Linken-Chef Ernst wirbt um Kooperation mit SPD und Grünen

Berlin - Mitten in seinem Urlaub und ohne Bezug auf die Kritik an seiner Person hat sich Linken-Chef Klaus Ernst zu Wort gemeldet. In einem Gastbeitrag für die Zeitschrift „Freitag“ rief Ernst SPD und Grüne auf, „kleinmütige Gründe“ zurückzustellen und gemeinsam für Gerechtigkeit im Land und eine neue Steuerpolitik zu streiten. Die „Dramatik der Lage“ verlange nach einer „breiten Sammlungsbewegung, die in der Lage ist, Veränderungen zu erzwingen“. Für ein Bündnis jenseits von Schwarz-Gelb fehle es „an einem – bezogen auf die gesamte Gesellschaft – mehrheits- und mobilisierungsfähigen politischen Kern“. Bisher werde die Regierung vor allem von der Unfähigkeit der Opposition im Amt gehalten, eine solche Agenda zu entwickeln, analysierte Ernst. Er gab zu, es gebe im Verhältnis zu SPD und Grünen „viele Barrieren, Verletzungen und viele politische und programmatische Unterschiede“. Dass aber der Opposition die Führung fehle, sei der SPD als stärkster Oppositionspartei anzulasten. Sie wolle das Fünf-Parteien-System nicht akzeptieren. m.m.

TSCHECHIEN

Prager Premier Necas

gegen rasche Euro-Einführung

Berlin - Deutschland und die Tschechische Republik ziehen beim Sparen an einem Strang. Nach einem Treffen mit dem neuen tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag in

Berlin, sie habe „mit Freude vernommen“, dass auch das Nachbarland der Haushaltskonsolidierung Priorität einräume. Necas betonte, sein Land strebe keinen schnellen Beitritt zur Eurozone an. „Erstens erfüllen wir zur Zeit gar nicht die nötigen Kriterien.“ Zweitens habe der flexible Währungskurs Tschechien sogar geholfen. rtr/ddp

NORDKOREA

Pjöngjang hält Fischer

aus Südkorea fest

Seoul - Nordkorea hat bestätigt, die siebenköpfige Besatzung eines südkoreanischen Fischerbootes festzuhalten. Darunter befinden sich demnach auch drei chinesische Staatsbürger, wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete. Das Boot sei am 8. August in nordkoreanische Gewässer eingedrungen. China hatte sich zuvor bereits besorgt über den Verbleib seiner Landsleute geäußert. China gilt als einziger Verbündeter des isolierten kommunistischen Nordkoreas. Zwischen den Regierungen in Pjöngjang und Peking war es bereits im Juni zu Unstimmigkeiten gekommen, als nordkoreanische Grenzpolizisten drei als Schmuggler verdächtigte Chinesen erschossen. rtr

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