NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SPANIEN

Streit um Atommülllager

Madrid - Ein 600-Seelen-Dorf im Hinterland der Costa Blanca soll Spaniens Endlager für Atommüll werden. Das hat Spaniens Premier José Luis Zapatero angedeutet. In Spanien läuft der Wahlkampf für die Regionalwahlen im Frühjahr 2011 an und die Sozialisten des Premiers befinden sich im Umfragetief. Das Thema ist in Spanien wie in Deutschland unpopulär, obwohl der Atommüllbunker in der Ortschaft Zarra, der die alten Brennstäbe aller spanischen Kernkraftwerke aufnehmen soll, etwa 700 Millionen Euro an Investitionen und 500 Arbeitsplätze für die Region bringen soll. Zudem gibt es bereits lautstarke Proteste gegen die Pläne. Das Lager soll in einer strukturschwachen Region errichtet werden, die schon länger Atomstandort ist. Rund 20 Kilometer nördlich von Zarra liegt das 26 Jahre alte Kernkraftwerk Cofrentes. Cofrentes ist eine von insgesamt acht Atomstromfabriken in Spanien. ze

KOREA

Schusswechsel an der Grenze

Seoul - Nord- und südkoreanische Soldaten haben sich am Freitag an der schwer bewachten Grenze zwischen den verfeindeten Staaten einen Schusswechsel geliefert. Nordkoreanische Grenzschützer hätten zwei Schüsse auf einen Wachposten im Süden abgegeben, teilte das südkoreanische Militär mit. Das Feuer sei erwidert worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul wurde auf südkoreanischer Seite niemand verletzt. Die Armee sei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Vonseiten des kommunistischen Nordkorea gab es zunächst keine Stellungnahme. Unklar war auch, warum die Nordkoreaner das Feuer eröffneten. rtr

AFGHANISTAN

Russland und USA erstmals vereint

Moskau - Die Geheimdienste von Russland und den USA haben in einer historisch einmaligen Aktion in Afghanistan der Rauschgiftmafia einen schweren Schlag versetzt. Russische und amerikanische Spezialeinheiten hätten vier Labors zerstört, in denen vor allem Heroin hergestellt worden sei. Das teilte der Chef der russischen Anti-Drogen-Behörde, Viktor Iwanow, mit. Der Schaden für die afghanische Drogenmafia belaufe sich auf eine Milliarde US-Dollar (720 Millionen Euro). Russland habe bei der Kampfoperation mit neun Hubschraubern an der Grenze zu Pakistan am Donnerstagmorgen 70 Mann im Einsatz gehabt. dpa

CHINA

Aktivisten nach Nobelpreis verfolgt

Peking - Seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an den inhaftierten Bürgerrechtler Liu Xiaobo sind in China rund 40 Regimekritiker unter Hausarrest gestellt worden. Wie internationale Menschenrechtsorganisationen berichteten, hält die Staatssicherheit nicht nur seine Frau Liu Xia in ihrer Pekinger Wohnung fest, sondern auch andere Dissidenten, Bürgerrechtsanwälte und Angehörige von Opfern der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989. Die Verfolgung gehe über ähnliche Kampagnen wie etwa während der Olympischen Spiele im Sommer 2008 in Peking hinaus. dpa

USA

Spionageetat offengelegt

Washington - Erstmals in ihrer Geschichte haben die USA offiziell enthüllt, was sie für ihre Spionageaktivitäten ausgeben. Danach umfasste das Gesamtbudget für die 16 Geheimdienstbehörden der Nation im Haushaltsjahr 2010, das am 30. September zu Ende ging, rund 80 Milliarden Dollar (gut 57 Milliarden Euro). 53,1 Milliarden Dollar davon wurden für nichtmilitärische Operationen ausgegeben, teilte das Büro des Nationalen Geheimdienstdirektors (DNI) am Donnerstag mit. Das heißt, ein Teil des beachtlichen Kuchens ging an die mächtige CIA. dpa

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