NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ISRAEL

Vier Millionen Opfer des Holocaust in Jad Vaschem namentlich belegt

Jerusalem - Die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem wird in Kürze vier der sechs Millionen Opfer des Massenmords an Juden während der NS-Zeit namentlich belegen können. Das sagte der Direktor des Archivs von Jad Vaschem, Haim Gertner. Vor allem die Digitalisierung und die Veröffentlichung von Archivmaterial im Internet hätten geholfen. „Wir werden niemals die Namen aller Opfer erfahren“, so Gertner. „Ganze jüdische Familien und Gemeinden sind ausgelöscht worden.“ Mehr als 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges seien in Westeuropa die Namen von 90 Prozent aller getöteten Juden bekannt. Anders in Osteuropa: Derzeit kenne man beispielsweise nur die Namen der Hälfte aller ermordeten polnischen Juden. dpa

EUROPÄISCHE UNION

Brüssel macht Ukraine Hoffnung

auf visafreies Reisen

Brüssel - Die Europäische Union hat der Ukraine Hoffnung auf eine Abschaffung der Visapflicht in überschaubarer Zukunft gemacht. In Brüssel wurde ein „Aktionsplan“ vereinbart, in dem die Voraussetzungen für visafreies Reisen mit ukrainischen Pässen in die EU festgelegt werden. Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch sagte: „Um den Aktionsplan einzuhalten, müssen wir eine Menge innerer Reformen umsetzen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das bis Ende 2011 schaffen.“ dpa

SCHWEDEN

Wikileaks will erneut Geheimdokumente ins Netz stellen

Stockholm - Die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks plant erneut die Veröffentlichung hunderttausender Geheimdokumente. Der Umfang der nächsten Publikation werde das Volumen der im Oktober veröffentlichten 400 000 Dokumente zum Irakkrieg um das Siebenfache übersteigen, teilte Wikileaks am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Um welches Thema es gehen soll, wurde nicht mitgeteilt. „Heftiger Druck dazu über Monate“, hieß es in der Twitter-Botschaft lediglich weiter, in der zu Spenden für die Plattform aufgerufen wurde. Wikileaks hatte im Oktober geheime Unterlagen des Pentagons zum Irakkrieg veröffentlicht. Diese dokumentieren zahlreiche von den US-Streitkräften geduldete Übergriffe. AFP

BIRMA

Gericht bestätigt Verbot

von Suu Kyis Partei

Rangun - Der Oberste Gerichtshof Birmas hat einen von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi eingereichten Antrag zur Wiederzulassung ihrer Oppositionspartei NLD abgelehnt. Die NLD hatte ihren legalen Status im Mai verloren, nachdem sie sich geweigert hatte, sich für die Parlamentswahlen am 7. November anzumelden. Nach mehr als zehn Jahren darf die birmanische Oppositionsführerin einen ihrer beiden Söhne wiedersehen, berichtete das birmanische Exilmagazin „Irrawaddy“. dpa/KNA

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