NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Großes Verdienstkreuz für Knobloch

Berlin - Bundespräsident Christian Wulff hat die scheidende Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern geehrt. Die besonders hohe Auszeichnung sei Ausdruck des Dankes an Charlotte Knobloch persönlich sowie Würdigung ihres Lebenswerks, erklärte Wulff am Dienstag in Berlin anlässlich der Verleihung des Ordens. Deutschland könne stolz sein auf diese Frau. dpa

Panne bei neuem Personalausweis

Riedstadt - Bei der Ausstellung der neuen Personalausweise ist es zu einer Panne gekommen, die möglicherweise etwa 100 Kommunen in Deutschland betrifft. Ein Sprecher der südwesthessischen Kleinstadt Riedstadt sagte am Dienstag, in allen dort zwischen dem 1. und 18. November beantragten Ausweisen sei eine falsche Ausstellungsbehörde angegeben. Da die fehlerhaften Dokumente nicht an die Antragsteller ausgehändigt werden dürften, müssten diese noch rund drei Wochen auf einen neuen Ausweis warten. dapd

250 Flüchtlinge im Hungerstreik

Augsburg - In Augsburg sind etwa 250 Flüchtlinge in einen Hungerstreik getreten. Sie hätten sich geweigert, die ihnen angebotene Notversorgung anzunehmen, teilte der Bayerische Flüchtlingsrat am Dienstag in München mit. Mit dem Streik wollen sie erreichen, dass sie künftig Geld statt Essenspakete erhalten, in Wohnungen statt einem Lager untergebracht werden, Deutsch lernen können und arbeiten dürfen. Der Flüchtlingsrat appellierte an Staatsregierung und Landtag, die Verzweiflung ernst zu nehmen. dpa

Rechtsextreme angeklagt

Aachen - Die Staatsanwaltschaft Aachen hat gegen zwei Männer aus der rechtsextremen Szene Anklage wegen Vorbereitung eines Sprengstoffattentats erhoben. Nach Angaben der Behörde von Dienstag sollen die 20 und 25 Jahre alten Männer ein Attentat mit einer selbst gebastelten Bombe vorbereitet haben. Sie wollten damit nach den Ermittlungen bei einer Kundgebung am 1. Mai in Berlin einen Anschlag auf Polizisten und Gegendemonstranten verüben, wie es hieß. dpa

Botschafter werden abgehängt

Berlin - In Deutschlands Auslandsvertretungen sollen künftig nur noch Botschafter-Porträts aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hängen. Dies geht aus einem Runderlass hervor, der nach der Veröffentlichung einer Historikerstudie zum Verhalten deutscher Diplomaten im Dritten Reich verschickt wurde. Demnach sollen in den „Ahnengalerien“ nur noch in Ausnahmefällen Botschafter aus früheren Jahren zu sehen sein. Falls bundesdeutsche Botschafter eine braune Vergangenheit haben, sollen die Porträts ergänzende Erläuterungen bekommen. dpa

CHINA

Peking gesteht Klimasünden ein

Peking - China hat am Dienstag offenbar erstmals öffentlich zugegeben, der weltweit größte Produzent von klimaschädlichem Kohlendioxid zu sein. Bei einem Briefing in Peking im Vorfeld des UN-Klimagipfels im mexikanischen Cancún sagte der chinesische Klimabeauftragte Xie Zhenhua, sein Land stehe mit seinen CO2-Emissionen derzeit „weltweit an erster Stelle“. Bislang hatte China stets vermieden, sich als weltweit größten CO2-Produzenten zu bezeichnen, obwohl Experten und Organisationen wie die Internationale Energiebehörde (IEA) dies als erwiesen ansehen. AFP

IRAN

Teheran stoppt Atomanlagen

Wien - Kurz vor möglichen Gesprächen mit den Weltmächten über sein umstrittenes Atomprogramm hat der Iran erhebliche Probleme mit seinen Nuklearanlagen und musste sie teils lahmlegen. Nach Spekulationen könnte der Computerwurm Stuxnet dahinterstecken. Der Iran bestätigt das nicht. Die Anreicherungsanlage in Natans habe mindestens am 16. November überhaupt kein Uran produziert, heißt es in dem aktuellen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde. dpa

VEREINTE NATIONEN

Aids bleibt weltweite Gefahr

Genf - Die Zahl der an Aids erkrankten Menschen steigt weltweit weiter an. Laut dem neuesten Bericht des globalen Hilfsprogramms UNAIDS waren es 2009 schon 33,3 Millionen Personen. Im Jahr 1999 galten 26,2 Millionen Männer, Frauen und Kinder als HIV-infiziert. Immerhin ging die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen zehn Jahren um fast 20 Prozent zurück. In Osteuropa und in Zentralasien breitet sich die Krankheit wesentlich rasanter aus. Seit 2000 schnellte die Zahl der HIV-Infizierten dort von rund 500 000 auf schätzungsweise 1,4 Million hoch. Besonders betroffen sind Russland und die Ukraine. jdh

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