NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

TÜRKEI

Regierung feuert

erstmals Generäle

Istanbul - In der Türkei sind erstmals Generäle der Streitkräfte von der zivilen Regierung vom Dienst suspendiert worden. Die Entscheidung von Innenminister Besir Atalay und Verteidigungsminister Vecdi Gönül betrifft drei Generäle der Gendarmerie, die in Umsturzpläne gegen die Regierung verwickelt gewesen sein sollen, wie Premier Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch mitteilte. Ein solches Vorgehen der zivilen Behörden gegen die politisch lange mächtige Armee ist in der Türkei ungewöhnlich. AFP

EUROPÄISCHE UNION

Streit um Gehaltserhöhung

für EU-Beamte geht weiter

Luxemburg - Der Streit um die Gehaltserhöhung für die rund 46 000 Beamten und Angestellten der EU geht weiter. Die von den EU-Mitgliedstaaten beschlossene Erhöhung um nur 1,85 Prozent ist zwar rechtswidrig, bis auf Weiteres müssen sie sich die EU-Beschäftigten aber damit begnügen, wie am Mittwoch der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied. Die obersten EU-Richter warfen Kommission und Ministerrat dabei vor, nicht wie geboten zusammenzuarbeiten. (Az.: C-40/10) Die Bezüge der EU-Beschäftigten werden jeweils zur Jahresmitte erhöht. Grundlage ist die Gehaltsentwicklung in acht „Referenzmitgliedsstaaten“. Danach hatte die EU-Kommission die Erhöhung für 2009 mit 3,7 Prozent berechnet. Wegen der Wirtschaftskrise hatte der Rat diesen Satz halbiert. Wie der EuGH urteilte, ist die Kommission nun zur Vorlage eines neuen Vorschlags verpflichtet, der aber nicht unbedingt den ursprünglich berechneten 3,7 Prozent entsprechen muss. AFP

JEMEN

15 Tote bei Anschlag

auf schiitische Rebellengruppe

Sanaa - Bei einem Bombenanschlag im Norden des Jemen auf eine schiitische Rebellengruppe sind nach ersten Berichten mindestens 15 Menschen getötet und 20 verletzt worden. Wie aus Stammeskreisen verlautete, zündeten die Attentäter eine Autobombe inmitten eines Konvois von Schiiten, die auf der Fahrt zu einem religiösen Fest waren. dpa

VATIKAN

Kirchenstaat verurteilt Bischofsweihe in China

Vatikanstadt - Der Vatikan hat die Weihe eines Bischofs der katholischen Staatskirche in China als „schwere Verletzung der Religions- und Gewissensfreiheit“ verurteilt. Die Weihe von Guao Jincai am vergangenen Samstag in der nordchinesischen Stadt Chengde sei nicht von Papst Benedikt XVI. genehmigt gewesen, erklärte der Vatikan am Mittwoch. Die chinesischen Katholiken sind in einen von der Kommunistischen Partei unterstützten Teil und eine vom Vatikan anerkannte Kirche gespalten. AFP

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