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Neue Vorwürfe gegen den Papst

in Missbrauchsdebatte

Hamburg - Im Fall eines wegen Kindesmissbrauchs vorbelasteten Priesters, der in den 80er Jahren in München weiter in der Gemeindearbeit eingesetzt wurde, sind erneut Vorwürfe gegen den heutigen Papst Benedikt XVI. laut geworden. Der Kaplan soll sich im Sommer 1980 mit einer Bewerbung direkt an den damaligen Erzbischof von München und Freising Joseph Ratzinger gewandt haben, um zum Pfarrer befördert zu werden, berichtete „Der Spiegel“ am Samstag vorab. Der Bewerbung habe der Mann auch Pfarrbriefe beigelegt, die seine Verbundenheit mit Kindern in der Münchner Gemeinde St. Johannes Evangelist dokumentieren. Das Erzbistum blieb bei seiner Darstellung, wonach Ratzinger nichts davon gewusst habe, dass der Geistliche im Bistum in der Pfarrseelsorge belassen wurde. epd

Ärger über Ehrung

durch Bundespräsidenten

Krakow/Lalendorf - Eine Urkunde von Bundespräsident Christian Wulff für eine Familie mit mutmaßlich rechtsextremen Einstellungen sorgt in Mecklenburg-Vorpommern für Unruhe. Das Staatsoberhaupt würdigte die Eltern, wie in solchen Fällen üblich, für die Geburt ihres siebenten Kindes. In der Heimatgemeinde der Familie will nun aber niemand das Schriftstück übergeben. „Wir können uns nicht gegen die rechte Kultur in Schulen und Projekten engagieren und dann solchen Leuten Ehrungen überbringen“, sagte der Vorsteher des Amtes Krakow am See, Wilfried Baldermann (CDU).dpa

Kein Spendensiegel für Verein

von Stephanie zu Guttenberg

Frankfurt am Main - Der Verein gegen sexuellen Missbrauch von Kindern, „Innocence in Danger“, für den sich auch die Ehefrau des Verteidigungsministers, Stephanie zu Guttenberg, engagiert, hat einem Medienbericht zufolge kein Spendensiegel und weigert sich gegenüber dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), seine Finanzen offenzulegen. Solange es keine „Basistransparenz“ bei der Organisation gebe, könne man sie Spendern nicht empfehlen, sagte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke der „Frankfurter Rundschau“. Der Verein bestritt den Vorwurf. dapd/dpa

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